Dermatologie

Was ist ein Hirntumor? Symptome, Diagnose und Behandlungsmethoden

Op.Dr.Selçuk Gözcü13. Februar 20246 Min. Lesezeit
Was ist ein Hirntumor? Symptome, Diagnose und Behandlungsmethoden

Ein Hirntumor ist ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem, das durch unkontrollierte Zellvermehrung im Hirngewebe oder in angrenzenden Strukturen wie den Hirnhäuten innerhalb des Schädels entsteht. Unabhängig davon, ob er gutartig oder bösartig ist: Da der Schädel ein geschlossener Raum ist, kann jede wachsende Raumforderung Druck auf das Hirngewebe ausüben und lebensbedrohlich werden. Mit einer frühzeitigen Diagnose, hochmodernen bildgebenden Verfahren und einer präzisen Operationsplanung ist es Patienten jedoch möglich, in ein gesundes Leben zurückzukehren.

  • Er wird bei etwa 3 bis 5 von 100.000 Menschen in der Bevölkerung diagnostiziert.
  • Die allgemeine Häufigkeit ist bei Männern höher als bei Frauen.
  • Bei Frauen wird das Meningeom, eine meist gutartige Tumorart, häufiger beobachtet.
  • Starke Kopfschmerzen, morgendliches Erbrechen und Krampfanfälle sind die wichtigsten Warnsignale.
  • In der Diagnosephase kommen fortschrittliche Technologien wie Diffusions-, Perfusions- und funktionelle MRT zum Einsatz.
  • Der Behandlungsprozess erfordert einen chirurgischen Eingriff und die enge Zusammenarbeit eines multidisziplinären Teams.

Was ist ein Hirntumor?

Die Antwort auf die Frage, was ein Hirntumor ist, liegt im unkontrollierten Wachstum von Zellen, die aus ihrem normalen Lebenszyklus ausbrechen. Wie Op. Dr. Selçuk Gözcü, Experte an der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi, erklärt, handelt es sich bei einem Tumor im Grunde um Gewebe, das sich an einer Stelle bildet, an der es nicht sein sollte, oder um vorhandenes Gewebe, das über seine Grenzen hinaus wächst. Obwohl Fettgeschwülste oder Hautveränderungen an anderen Körperstellen technisch gesehen ebenfalls als Tumore eingestuft werden, stellt die Situation im Gehirn eine absolute Ausnahme dar.

Der Schädel ist eine geschlossene, knöcherne Struktur, deren Volumen bei Erwachsenen konstant bleibt und keinen Spielraum für Ausdehnung bietet. Das Hirngewebe, die Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor) und die Blutgefäße füllen diesen geschlossenen Raum vollständig aus. Daher beansprucht jede im Gehirn wachsende Masse zusätzliches Volumen und übt Druck auf das gesunde Hirngewebe aus. Dieser Zustand, der als erhöhter Hirndruck bezeichnet wird, hindert das Gehirn daran, seine normalen Funktionen auszuführen, und kann unbehandelt zu lebensbedrohlichen Situationen wie Atem- oder Herzstillstand führen.

Tumore können direkt von den Gehirnzellen oder den das Gehirn umgebenden Häuten ausgehen (primäre Tumore) oder entstehen, wenn Krebszellen aus anderen Körperregionen – wie Lunge, Brust oder Darm – über den Blutweg ins Gehirn streuen (sekundäre oder metastasierte Tumore). In beiden Fällen sind die Wachstumsgeschwindigkeit der Raumforderung, ihre Lage und der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten die Schlüsselfaktoren, die den Krankheitsverlauf bestimmen.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genaue Ursache von Hirntumoren ist zwar nicht vollständig geklärt, doch geht man davon aus, dass Mutationen in der DNA-Struktur der Zellen diesen Prozess auslösen. Genetische Veranlagung, ähnliche Erkrankungen in der Familiengeschichte und die Belastung durch hochdosierte ionisierende Strahlung gehören zu den bekanntesten Risikofaktoren. Betrachtet man die Verbreitung in der Bevölkerung, so sind mindestens 3 von 100.000 Menschen von dieser Krankheit betroffen. Bei Männern ist die Inzidenzrate etwas höher als bei Frauen.

Der Faktor Alter spielt eine entscheidende Rolle bei der Art des Tumors. Während bösartige (maligne) Tumore häufiger im Kindesalter oder bei Personen über 60 Jahren auftreten, sind gutartige Hirntumore eher im jungen und mittleren Erwachsenenalter verbreitet. Bei Frauen treten gehäuft Fälle von Meningeomen auf, einer gutartigen Tumorart. Im fortgeschrittenen Alter ist es von großem Wert, die Gesundheit des Gehirns zu schützen und mögliche Symptome frühzeitig zu erkennen.

Unser Artikel Vergesslichkeit oder Vitaminmangel? Gehirnfreundliche Gewohnheiten zur Stärkung Ihres Gedächtnisses untersucht die Auswirkungen gesunder Lebensgewohnheiten auf die Gehirnfunktionen und bietet unterstützende Informationen für die allgemeine Gehirngesundheit. Auch wenn es nicht möglich ist, die Entstehung eines Tumors vollständig zu verhindern, erhöht das Wissen um die Risikofaktoren die Chance auf eine Früherkennung.

Was sind die Symptome eines Hirntumors?

Die Symptome eines Hirntumors variieren von Patient zu Patient stark, abhängig davon, in welcher Region des Gehirns sich die Raumforderung befindet, wie schnell sie wächst und wie groß sie ist. Beschwerden, die mit dem Anstieg des Drucks im Schädelinneren einhergehen, beginnen meist schleichend und nehmen mit der Zeit an Intensität zu. Manchmal können diese Symptome mit alltäglicher Müdigkeit oder Stress verwechselt werden; wenn sie jedoch hartnäckig anhalten, müssen sie unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

Die häufigsten Symptome im Früh- und Spätstadium der Erkrankung sind:

  • Kopfschmerzen, die besonders in den Morgenstunden stark sind und auf herkömmliche Schmerzmittel nicht ansprechen.
  • Plötzliche, schwallartige Erbrechensattacken, oft ohne vorherige Übelkeit.
  • Sprachstörungen, Schwierigkeiten bei der Wortfindung oder Probleme beim Sprachverständnis.
  • Sehstörungen wie Doppeltsehen, verschwommenes Sehen oder eine Einschränkung des peripheren Gesichtsfeldes.
  • Einseitiges Taubheitsgefühl, Kribbeln oder ein deutlicher Kraftverlust in Armen und Beinen.
  • Plötzlich auftretende epileptische Anfälle (Krampfanfälle) bei Personen, die zuvor nie Anfälle hatten.
  • Persönlichkeitsveränderungen, plötzliche Stimmungsschwankungen und Gedächtnisprobleme.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Bei der Diagnose der Erkrankung kommen nach einer umfassenden neurologischen Untersuchung des Patienten moderne radiologische bildgebende Verfahren zum Einsatz. Die Infrastruktur eines voll ausgestatteten Zentrums für Radiologie und Bildgebung ist der Goldstandard, um die genaue Lage und Struktur der Raumforderung zu bestimmen. Während die Standard-Magnetresonanztomographie (MRT) grundlegende Informationen über die anatomische Struktur des Gehirns liefert, können dank neuer Technologien auch detaillierte Daten über die metabolische und biochemische Beschaffenheit des Tumors gesammelt werden. Eine CT-Angiographie, die unter Gabe von Kontrastmitteln durchgeführt wird, zeigt zudem deutlich die Struktur der Hirngefäße und die Beziehung der Läsion zu diesen Gefäßen.

Die bei der Diagnose eingesetzten fortschrittlichen MRT-Verfahren umfassen:

  • Diffusions-MRT: Misst die Bewegung von Wassermolekülen im Gewebe, bestimmt die Zelldichte und gibt Hinweise darauf, ob der Tumor gut- oder bösartig ist.
  • DTI-MRT (Traktografie): Kartiert die Nervenbahnen im Gehirn und stellt sicher, dass lebenswichtige Nervenbahnen während eines chirurgischen Eingriffs geschont werden.
  • Funktionelle MRT: Zeigt die Beziehung der Zentren für Sprache, Sehen und Bewegung zum Tumor auf und erstellt so eine Art "Landkarte" für die Operation.
  • Perfusions-MRT: Misst die Durchblutung des Tumors; eine starke Durchblutung deutet in der Regel auf eine aggressive Natur der Raumforderung hin.
  • MR-Spektroskopie: Analysiert die chemische Zusammensetzung der Läsion und liefert Informationen über die Art des Tumors auf zellulärer Ebene, oft ohne dass eine Biopsie erforderlich ist.

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Die Behandlung eines Hirntumors wird individuell auf das Alter des Patienten, seinen allgemeinen Gesundheitszustand sowie auf Art, Größe und Lage des Tumors abgestimmt. Der Grundpfeiler der Behandlung ist in der Regel der chirurgische Eingriff, oft einfach als Hirntumor-Operation bezeichnet. Das Hauptziel der Operation ist es, den Tumor vollständig oder den größtmöglichen Teil davon sicher zu entfernen, ohne das gesunde Hirngewebe zu schädigen. Mikrochirurgische Techniken und während der Operation eingesetzte Neuronavigationssysteme ermöglichen es dem Chirurgen, mit millimetergenauer Präzision zu arbeiten.

Bei gutartigen Läsionen reicht ein chirurgischer Eingriff oft aus, um eine vollständige Heilung zu erzielen, während bei bösartigen Tumoren nach der Operation zusätzliche Behandlungen erforderlich sein können. In dieser Phase kommt ein multidisziplinärer Ansatz ins Spiel. Nachdem das entnommene Gewebe im Pathologielabor untersucht wurde, werden gemeinsam mit Spezialisten für medizinische Onkologie und Radioonkologie die Abläufe für Strahlentherapie (Radiotherapie) und medikamentöse Behandlung (Chemotherapie) geplant.

Nach der Operation werden die Patienten in der Regel 1-2 Tage auf der Intensivstation und anschließend 3-5 Tage auf der normalen Station überwacht. Nach der Entlassung beginnt die Erholungsphase zu Hause. Es dauert meist 4 bis 8 Wochen, bis der Patient in seinen normalen Alltag zurückkehren kann. Während dieses Genesungsprozesses erstellen Spezialisten für Physiotherapie und Rehabilitation individuelle Übungsprogramme, damit der Patient seine Muskelkraft und Beweglichkeit wiedererlangt. Auch eine angepasste Ernährung und psychologische Betreuung sind wichtige Faktoren, die den Behandlungserfolg steigern.

Komplikationen und Risikogruppen

Chirurgische Eingriffe im Schädelinneren und die Natur der Krankheit selbst bringen gewisse Komplikationsrisiken mit sich. Die Bildung von Ödemen (Schwellungen) im Hirngewebe, Blutungen oder Infektionen nach der Operation gehören zu den Risiken, die, wenn auch selten, auftreten können. Aus diesem Grund werden die ersten 24 bis 48 Stunden nach der Operation auf einer voll ausgestatteten Intensivstation sorgfältig überwacht. Befindet sich die Läsion zudem in der Nähe sensibler Hirnregionen, kann es zu vorübergehenden oder dauerhaften neurologischen Ausfällen wie Kraftverlust oder Sprachschwierigkeiten kommen.

Was die Risikogruppen betrifft, so sind die Operations- und Narkoserisiken bei älteren Patienten sowie bei Personen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Herzerkrankungen höher. Bei Fällen im Kindesalter besteht zudem das Risiko, dass das sich noch entwickelnde Hirngewebe durch Behandlungen wie die Strahlentherapie negativ beeinflusst wird; daher erfordert die Behandlungsplanung bei Kindern eine noch sensiblere Abwägung. Eines der größten Risiken bei bösartigen Tumoren ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls (Rezidiv). Aus diesem Grund ist es für Patienten nach Abschluss der Behandlung von lebenswichtiger Bedeutung, regelmäßige MRT-Kontrollen nicht zu vernachlässigen.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Da Läsionen im Hirngewebe schleichend fortschreiten können, ist es von entscheidender Bedeutung, die Signale des Körpers richtig zu deuten. Insbesondere wenn plötzlich Kopfschmerzen in einer bisher nicht gekannten Intensität auftreten und diese von Übelkeit, Erbrechen oder verschwommenem Sehen begleitet werden, sollten Sie ohne Zeitverlust eine medizinische Einrichtung aufsuchen. Kopfschmerzen, die Sie morgens aus dem Schlaf reißen, können ein typisches Zeichen für einen erhöhten Hirndruck sein und dürfen keinesfalls ignoriert werden.

Wenn Sie einen der folgenden Notfälle erleben, sollten Sie sofort den Notruf 112 wählen, um Hilfe anzufordern:

  • Plötzlich auftretendes Taubheitsgefühl, Kribbeln oder eine vollständige Lähmung auf einer Körperhälfte.
  • Bewusstseinstrübung, Teilnahmslosigkeit gegenüber der Umgebung oder plötzliche Ohnmacht.
  • Schwere epileptische Anfälle (Krämpfe), die die Person noch nie zuvor erlebt hat.
  • Plötzliche Unfähigkeit zu sprechen oder Gesagtes überhaupt zu verstehen.

Solche plötzlichen neurologischen Ausfälle können nicht nur Vorboten eines Tumors, sondern auch anderer medizinischer Notfälle wie eines Schlaganfalls sein. Detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel Wettlauf gegen die Zeit: Die Bedeutung der Ersten Hilfe bei der Schlaganfallbehandlung für die Gehirngesundheit.

Der Ablauf in der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi

Als BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi bieten wir bei der Diagnose und Behandlung neurologischer Erkrankungen einen patientenorientierten Service, der den internationalen JCI-Akkreditierungsstandards entspricht. In unserer Abteilung für Gehirn- und Nervenchirurgie (Neurochirurgie) gewährleisten wir mit unserem erfahrenen Ärzteteam und unserem hochmodernen Bildgebungszentrum die Früherkennung bei unseren Patienten. Jeder diagnostizierte Patient wird von einem multidisziplinären Tumorboard aus Chirurgen, Onkologen und Radiologen beurteilt, um den optimalen Behandlungsplan zu erstellen.

Die prä- und postoperativen Prozesse in unserem Krankenhaus werden von unseren gut ausgestatteten Intensivstationen und unserem erfahrenen Pflegepersonal akribisch gesteuert. Neben neurologischen Behandlungen unterstützt unsere Abteilung für Dermatologie als Teil unserer multidisziplinären Struktur auch bei der Narbenpflege nach der Operation oder wenn Patienten stressbedingte Hautreaktionen zeigen. Unsere rund um die Uhr geöffnete Notaufnahme (24/7) verfügt über die Kapazität, bei plötzlich auftretenden neurologischen Krisen sofort einzugreifen. Wenn Sie Zweifel bezüglich Ihrer Gesundheit haben oder Ihre Routineuntersuchungen durchführen lassen möchten, können Sie ganz einfach über unsere Website einen Termin vereinbaren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ein gutartiger Hirntumor zu Krebs werden?

Die große Mehrheit der gutartigen (benignen) Tumore entwickelt sich nicht zu Krebs und neigt dazu, langsam zu wachsen. Einige seltene Tumorarten können jedoch im Laufe der Zeit ihren Charakter ändern und eine bösartige (maligne) Struktur annehmen. Daher ist es unerlässlich, sie auch bei Gutartigkeit durch regelmäßige MRT-Nachsorgeuntersuchungen unter Kontrolle zu halten.

Wie viele Stunden dauert eine Hirntumor-Operation?

Die Dauer der Operation variiert je nach Größe der Raumforderung, ihrer Lage und ihrer Beziehung zu empfindlichen Strukturen des Gehirns. Während ein durchschnittlicher chirurgischer Eingriff zwischen 3 und 6 Stunden dauert, kann sich diese Zeit bei komplexen Fällen weiter verlängern.

Sind Kopfschmerzen immer ein Symptom für einen Tumor?

Nein, die allermeisten Kopfschmerzen werden durch harmlosere Ursachen wie Migräne, Spannungskopfschmerzen oder eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) verursacht. Wenn der Schmerz jedoch immer stärker wird, Sie morgens mit Erbrechen aufwachen und Schmerzmittel nicht wirken, kann eine detaillierte neurologische Untersuchung erforderlich sein.

Ist ein Hirntumor genetisch bedingt?

Obwohl in den meisten Fällen keine direkte genetische Vererbung festgestellt wird, ist das Risiko in Familien mit bestimmten erblichen Syndromen wie der Neurofibromatose höher. Personen, in deren Familie mehrere ähnliche Fälle aufgetreten sind, sollten eine genetische Beratung in Anspruch nehmen und sich routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen unterziehen.

Verursacht die Nutzung von Mobiltelefonen Hirntumore?

Wissenschaftliche Studien konnten bisher keinen eindeutigen und direkten Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und der Entstehung von Hirntumoren nachweisen. Dennoch wird empfohlen, einfache Vorsichtsmaßnahmen wie die Verwendung von Kopfhörern zu treffen, um sich vor den potenziellen Auswirkungen einer langfristigen Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern zu schützen.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken; bitte konsultieren Sie für Diagnose und Behandlung unbedingt Ihren Arzt.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.

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