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Keine Angst vor Krebs: Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen

BHT CLINIC4. April 20266 Min. Lesezeit
Keine Angst vor Krebs: Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen

Krebs ist eine Erkrankung, die durch die unkontrollierte Vermehrung von Zellen im Körper entsteht. Wird sie jedoch im Frühstadium erkannt, ist die Erfolgsquote der Behandlung ausgesprochen hoch. Wie auch im Rahmen der jährlichen Woche der Krebsbekämpfung (1. bis 7. April) in der Türkei immer wieder betont wird, ist es durch regelmäßige Gesundheitschecks und Krebsvorsorgeuntersuchungen möglich, die Krankheit zu entdecken, noch bevor sie überhaupt Symptome verursacht. Die Wege zur Krebsprävention und rechtzeitige Maßnahmen zur Früherkennung sind der wichtigste Schlüssel für ein gesundes, langes Leben mit hoher Qualität.

  • Kurz gesagt:
  • Die Früherkennung erhöht die Chance auf eine vollständige Heilung bei vielen Krebsarten wie Brust-, Darm- und Prostatakrebs auf über 90 %.
  • Unerklärlicher, plötzlicher Gewichtsverlust, hartnäckiger Husten und Veränderungen an Muttermalen sollten ernst genommen werden.
  • Frauen wird ab dem 40. Lebensjahr eine jährliche Mammographie empfohlen, für alle Personen ab 45-50 Jahren ist eine Darmspiegelung ratsam.
  • Der Verzicht auf Tabakprodukte, eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung senken das Krebsrisiko erheblich.
  • Mit den Check-up-Programmen der BHT CLINIC können Sie einen auf Ihr Alter und Ihr genetisches Risiko abgestimmten, personalisierten Vorsorgeplan erstellen.

Warum ist Früherkennung so wichtig?

Wenn sich Krebszellen im Körper zu bilden beginnen, verursachen sie in der Regel keinerlei Schmerzen oder spürbare Beschwerden. Die Krankheit kann schleichend verlaufen, und wenn schließlich Symptome auftreten, haben sich die Krebszellen möglicherweise bereits auf umliegendes Gewebe oder entfernte Organe ausgebreitet. Wird der Krebs frühzeitig erkannt, haben die Zellen noch nicht gestreut, sie sind also lokalisiert geblieben. In diesem Stadium sind chirurgische Eingriffe oder medikamentöse Behandlungen weitaus effektiver.

Bei Fällen, die im Frühstadium diagnostiziert werden, lassen sich mit milderen Behandlungsmethoden, die den Körper des Patienten weniger belasten, erfolgreiche Ergebnisse erzielen. Ein Organverlust wird verhindert und die Lebensqualität der betroffenen Person bleibt erhalten. So erreicht beispielsweise die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei früh erkanntem Brust- oder Prostatakrebs Werte von bis zu 99 %. Die jährlich stattfindende Woche der Krebsbekämpfung (1. bis 7. April) zielt darauf ab, genau dieses Bewusstsein in der Gesellschaft zu verankern. Anstatt Angst vor der Krankheit zu haben, ist es der beste Ansatz, den eigenen Körper zu kennen und die Kontrolle über die eigene Gesundheit durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen selbst in die Hand zu nehmen.

Risikofaktoren und Ursachen von Krebs

Auch wenn die genaue Ursache von Krebs nicht immer vollständig geklärt ist, steht fest, dass Schäden in der DNA-Struktur der Zellen diesen Prozess in Gang setzen. Während ein Teil dieser genetischen Mutationen erblich bedingt ist, entsteht der Großteil nachträglich durch Umweltfaktoren und den individuellen Lebensstil. Da die Reparaturmechanismen der Zellen mit zunehmendem Alter schwächer werden, steigt die Häufigkeit von Krebserkrankungen bei Personen ab 50 Jahren an.

Zu den bekanntesten Risikofaktoren gehört der Konsum von Tabak und Tabakprodukten; er ist für etwa 80 % aller Lungenkrebserkrankungen verantwortlich. Übermäßiger Alkoholkonsum, Fettleibigkeit, Bewegungsmangel und eine Ernährung, die reich an stark verarbeiteten Lebensmitteln ist, stellen ebenfalls ein ernsthaftes Risiko für Krebserkrankungen des Verdauungssystems dar. Darüber hinaus begünstigt eine lange ungeschützte Exposition gegenüber schädlichen UV-Strahlen der Sonne Hautkrebs, während bestimmte Virusinfektionen wie HPV (Humanes Papillomavirus) oder Hepatitis B zelluläre Veränderungen auslösen können. Personen, bei denen in der Familie (Verwandte ersten Grades) Krebsfälle aufgetreten sind, gelten als genetisch vorbelastet und sollten bereits in jüngerem Alter mit Vorsorgeprogrammen beginnen.

Häufige Krebssymptome

Ihr Körper sendet Ihnen manchmal kleine Signale, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Sich dieser Symptome bewusst zu sein, ist der erste Schritt zur Früherkennung. Obwohl die Krebssymptome je nach Art der Erkrankung und dem betroffenen Organ variieren, gibt es einige allgemeine Warnzeichen, die jeder kennen sollte. Insbesondere wenn Sie innerhalb der letzten sechs Monate mehr als 10 % Ihres Körpergewichts verloren haben, ohne eine Diät zu machen, ist dies ein wichtiges systemisches Symptom.

Tastbare Verhärtungen und Schwellungen im Brustgewebe, am Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leiste müssen unbedingt von einem Arzt untersucht werden. Wenn bestehende Muttermale asymmetrisch werden, ihre Farbe ändern, wachsen oder bluten, kann dies ein Vorbote für Hautkrebs sein. Plötzliche Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, anhaltender Durchfall oder Verstopfung sowie Blut im Stuhl deuten auf Probleme im Verdauungssystem hin. Ein hartnäckiger Husten, der länger als drei Wochen andauert, Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Wunden, die nicht heilen, sind weitere wichtige Symptome, die beachtet werden sollten. Diese Anzeichen bedeuten nicht immer Krebs; auch Infektionen oder gutartige Tumore können ähnliche Beschwerden verursachen. Um die zugrunde liegende Ursache zu klären, sollte jedoch ohne Zeitverlust ein Spezialist aufgesucht werden.

Was sind die häufigsten Krebs-Vorsorgeuntersuchungen?

Der Kampf gegen den Krebs beginnt nicht erst, wenn wir krank sind, sondern bereits im gesunden Zustand. Krebs-Vorsorgeuntersuchungen, die durchgeführt werden, während man sich völlig gesund fühlt und keine Symptome abwartet, sind lebensrettend. Die Vorsorgepläne werden speziell nach Alter, Geschlecht und genetischen Risikofaktoren erstellt.

Krebsvorsorge für Frauen

Gegen Brustkrebs, die bei Frauen am häufigsten auftretende Krebsart, gilt die jährliche Mammographie ab dem 40. Lebensjahr als Goldstandard. Die Mammographie kann Knoten in der Brust erkennen, wenn sie noch so klein sind, dass man sie nicht ertasten kann. Eine weitere wichtige Vorsorge betrifft den Gebärmutterhalskrebs. Es wird empfohlen, dass Frauen ab dem 21. Lebensjahr regelmäßig einen Pap-Abstrich durchführen lassen und ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich ein HPV-DNA-Test erfolgt. Durch diese Untersuchungen werden Zellveränderungen erkannt, bevor sie zu Krebs entarten. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel über Gebärmutterhalskrebs.

Krebsvorsorge für Männer

Bei Männern steigt das Risiko für Prostatakrebs mit zunehmendem Alter deutlich an. Ab dem 50. Lebensjahr sollte jeder Mann einmal jährlich seinen PSA-Wert (Prostata-Spezifisches Antigen) im Blut bestimmen und sich von einem Urologen untersuchen lassen. Männern mit einer familiären Vorbelastung für Prostatakrebs wird geraten, bereits im Alter von 45 Jahren mit diesen Untersuchungen zu beginnen.

Gemeinsame Vorsorgeuntersuchungen für beide Geschlechter

Darmkrebs ist eine sowohl bei Männern als auch bei Frauen häufig auftretende Krebsart, die durch Früherkennung vollständig verhindert werden kann. Jeder zwischen 45 und 50 Jahren sollte alle 10 Jahre eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchführen lassen oder jährlich einen Test auf okkultes Blut im Stuhl abgeben. Polypen, die während einer Koloskopie entdeckt werden, können sofort entfernt werden, wodurch die Entstehung von Krebs gestoppt wird. Details zu diesem Thema finden Sie in unserem Ratgeber zu Darmkrebs. Zudem ist für starke Raucher im Alter zwischen 50 und 80 Jahren ein Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-Computertomographie der Lunge von großer Bedeutung.

Möglichkeiten der Krebsprävention

Auch wenn wir unsere genetischen Faktoren nicht ändern können, ist es möglich, das Krebsrisiko durch bewusste Veränderungen unseres Lebensstils um die Hälfte zu reduzieren. Unter den Möglichkeiten der Krebsprävention steht der vollständige Verzicht auf Tabak und Tabakprodukte an erster Stelle. Passivrauchen zu vermeiden, ist dabei genauso wichtig wie das Rauchen selbst aufzugeben. Ernährungsgewohnheiten haben einen direkten Einfluss auf die Zellgesundheit. Die Übernahme einer mediterranen Ernährung – reich an frischem Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, jedoch arm an verarbeitetem Fleisch und übermäßigem Zucker – stärkt das Immunsystem.

Körperliche Aktivität hilft dabei, das Körpergewicht zu kontrollieren und senkt so das Risiko für durch Fettleibigkeit bedingte Krebsarten. Mindestens 150 Minuten moderates aerobes Training pro Woche, wie flottes Gehen, Schwimmen oder Radfahren, sollten in den Alltag integriert werden. Um die Hautgesundheit zu schützen, sollte man sich während der intensivsten Sonnenstunden nicht direkter Sonneneinstrahlung aussetzen und eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 verwenden. Darüber hinaus bildet die Impfung gegen Viren wie HPV und Hepatitis B einen starken Schutzschild gegen die Krebsarten, die durch diese Viren ausgelöst werden können.

Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten und Notfälle

Es ist lebenswichtig, Veränderungen am eigenen Körper zu beobachten und bei Auffälligkeiten unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie Verhärtungen irgendwo an Ihrem Körper bemerken, die länger als zwei Wochen bestehen und nicht kleiner werden, bei anhaltender Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Blut im Urin oder Stuhl, sollten Sie unbedingt einen Facharzt aufsuchen. Auch unerklärliches Fieber, nächtliches Schwitzen und extreme Erschöpfung gehören zu den Beschwerden, die eine detaillierte Untersuchung erfordern.

In einigen Fällen kann jedoch ein medizinischer Notfall vorliegen. Plötzlich auftretende, schwere Atemnot, reichlich frisches Blut aus dem Mund oder Rektum, Bewusstseinstrübung, plötzliche Lähmungen oder Gefühlsverlust sowie unerträgliche, plötzliche Schmerzen erfordern eine sofortige Beurteilung in der Notaufnahme. Bei derart schweren und akut auftretenden Symptomen sollte ohne Zeitverlust der Notruf 112 (gilt in der Türkei sowie europaweit) gewählt oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses aufgesucht werden.

Krebsvorsorge und Check-up-Prozess in der BHT CLINIC

Im BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi werden die Prozesse der Krebsprävention und Früherkennung mit einem multidisziplinären Ansatz durchgeführt. Im Check-up-Zentrum unseres Krankenhauses planen unsere Fachärzte Vorsorgeprogramme, die individuell auf Ihr Alter, Ihr Geschlecht, Ihren Beruf und familiäre genetische Risikofaktoren zugeschnitten sind. Dank fortschrittlicher Bildgebungstechnologien (MRT, Computertomographie, digitale Mammographie) und unserer modernen Laborinfrastruktur werden alle Vorsorgeuntersuchungen mit höchster Präzision durchgeführt.

Sollte ein verdächtiger Befund festgestellt werden, wird der weitere Prozess in Tumorboards bewertet, an denen Spezialisten der medizinischen Onkologie, der Allgemeinchirurgie und anderer relevanter Fachbereiche teilnehmen. Unser Krankenhaus steht Ihnen mit einer voll ausgestatteten, rund um die Uhr geöffneten Notaufnahme und einer Infrastruktur nach internationalen JCI-Qualitätsstandards bei jedem Schritt zur Seite. Um Ihre Gesundheit nicht aufzuschieben und den für Sie am besten geeigneten Vorsorgeplan zu erstellen, können Sie einen Termin vereinbaren oder unser Callcenter unter der Nummer 0850 811 34 00 für 24/7-Support kontaktieren.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Symptome von Krebs?

Zu den häufigsten Symptomen gehören unerklärlicher Gewichtsverlust, anhaltende Müdigkeit, tastbare Verhärtungen am Körper, hartnäckiger Husten, Veränderungen der Darm- oder Blasengewohnheiten sowie Farb- oder Formveränderungen bei Muttermalen. Wenn diese Symptome länger als zwei Wochen anhalten, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Welche Krebs-Vorsorgeuntersuchungen gibt es?

Für Frauen sind Mammographie und Pap-Abstrich; für Männer der PSA-Bluttest und die Prostatauntersuchung; und für beide Geschlechter die Darmspiegelung sowie der Test auf okkultes Blut im Stuhl die gängigsten Vorsorgeuntersuchungen. Für Personen in Risikogruppen wird zudem eine Niedrigdosis-Computertomographie der Lunge angewendet.

Rettet Früherkennung wirklich Leben?

Ja. Wenn Krebszellen entdeckt werden, bevor sie sich auf umliegendes Gewebe oder entfernte Organe ausgebreitet haben (Metastasen bilden), steigt die Erfolgsquote von chirurgischen Eingriffen und Behandlungen auf über 90 %. Die Früherkennung verlängert nicht nur die Lebensdauer, sondern bewahrt auch die Lebensqualität.

Was soll ich tun, wenn es in meiner Familie Krebsfälle gibt?

Wenn bei Verwandten ersten Grades (Mutter, Vater, Geschwister) Krebs aufgetreten ist, tragen Sie möglicherweise ein genetisches Risiko. In diesem Fall sollten Sie nicht auf das Standard-Vorsorgealter warten, sondern in einem von Ihrem Arzt festgelegten, früheren Alter mit personalisierten Check-up-Programmen beginnen.

Wie sollte ich mich ernähren, um Krebs vorzubeugen?

Sie sollten verarbeitete Fleischprodukte, übermäßigen Zucker und abgepackte Lebensmittel meiden. Eine mediterrane Ernährung, die reich an frischem Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Olivenöl ist, hat eine schützende Wirkung gegen Krebs.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken; bitte konsultieren Sie für eine Diagnose und Behandlung unbedingt Ihren Arzt.

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihre Beschwerden anhalten

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.

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