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Herzerkrankungen im Kindesalter: Symptome, Diagnose und Behandlungsmethoden

BHT CLINIC23. März 20227 Min. Lesezeit
Herzerkrankungen im Kindesalter: Symptome, Diagnose und Behandlungsmethoden

Herzerkrankungen im Kindesalter sind gesundheitliche Probleme, die entweder durch strukturelle Defekte während der Entwicklung im Mutterleib entstehen oder sich nach der Geburt durch Infektionen und Rhythmusstörungen entwickeln. Dank der Früherkennung und der modernen Kinderkardiologie kann ein Großteil dieser Erkrankungen heute erfolgreich behandelt werden, sodass die Kinder ein gesundes und aktives Leben führen können.

  • Angeborene Herzfehler bezeichnen strukturelle Anomalien, die während der Entwicklungsphasen des Herzens im Mutterleib entstehen.
  • Erworbene Herzerkrankungen können durch Infektionen, rheumatisches Fieber oder das Kawasaki-Syndrom verursacht werden.
  • Herzgeräusche, Blaufärbung (Zyanose), schnelle Ermüdung und Herzrasen gehören zu den häufigsten Symptomen.
  • Für die Diagnose werden oft schmerzfreie und strahlungsfreie Methoden wie das ECHO (Echokardiografie) und das EKG eingesetzt.
  • Die Behandlungsoptionen reichen von der medikamentösen Überwachung über interventionelle Eingriffe per Herzkatheter bis hin zu chirurgischen Operationen.

Was sind Herzerkrankungen im Kindesalter?

Herzerkrankungen bei Kindern werden grundsätzlich in zwei Hauptgruppen unterteilt: angeborene (kongenitale) und erworbene Herzfehler. Die meisten angeborenen Herzerkrankungen sind strukturelle Defekte, die auf Störungen während der Herzentwicklung im Mutterleib zurückzuführen sind. Dazu gehören Entwicklungsstörungen der Herzkammern, Löcher in den Herzscheidewänden, Verengungen oder Insuffizienzen der Herzklappen sowie Anomalien in der Entwicklung und Lage der großen Blutgefäße (Aorta und Lungenarterie).

Erworbene Herzerkrankungen entwickeln sich hingegen erst nach der Geburt, meist als Folge von Infektionen oder systemischen Erkrankungen. In diese Gruppe fallen das akute rheumatische Fieber (auch als Herzrheumatismus bekannt), das Kawasaki-Syndrom, das mit Veränderungen der Herzkranzgefäße einhergehen kann, sowie Herzprobleme, die sekundär durch Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Diabetes entstehen. Auch Verengungen und Blockaden in den Herzkranzgefäßen aufgrund von Cholesterinstoffwechselstörungen kommen im Kindesalter vor, wenn auch selten.

Ursachen und Risikofaktoren

Die Ursachen für Herzerkrankungen im Kindesalter variieren je nach Art der Erkrankung. Obwohl bei den meisten Fällen von angeborenen Herzfehlern keine eindeutige Ursache festgestellt werden kann, spielt oft eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren eine Rolle. Eine familiäre Vorbelastung mit Herzerkrankungen, genetische Syndrome (wie z. B. das Down-Syndrom) und Chromosomenanomalien sind die Hauptfaktoren, die das Risiko erhöhen.

Auch der Gesundheitszustand der werdenden Mutter während der Schwangerschaft hat direkten Einfluss auf die Herzentwicklung des Babys. Virale Infektionen wie Röteln während der Schwangerschaft, unkontrollierter Diabetes, unbedachte Medikamenteneinnahme sowie Alkohol- oder Drogenkonsum erhöhen das Risiko für angeborene Herzanomalien. Bei den erworbenen Herzerkrankungen können unbehandelte Streptokokken-Infektionen zu akutem rheumatischem Fieber führen und die Herzklappen schädigen. Darüber hinaus können schwere Atemwegsinfektionen im Kindesalter, insbesondere durch das RSV-Virus, den Krankheitsverlauf bei Kindern mit bestehenden strukturellen Herzproblemen deutlich erschweren.

Symptome von Herzerkrankungen im Kindesalter

Während einige schwerwiegende Herzerkrankungen im Kindesalter völlig symptomlos verlaufen können, haben manche Beschwerden, die Eltern große Sorgen bereiten, oft keine klinische Bedeutung. Auffälligkeiten, die bei einer Routineuntersuchung festgestellt werden, oder Symptome, die den Alltag des Kindes beeinträchtigen, sollten stets von einem erfahrenen Kinderkardiologen detailliert abgeklärt werden.

Herzgeräusche (Murmur)

Herzgeräusche sind zusätzliche Töne, ähnlich einem Pusten oder Rauschen, die der Arzt bei der Untersuchung mit dem Stethoskop hört. Ihre Merkmale sind:

  • Sie sind im Laufe der Kindheit bei mehr als der Hälfte aller Kinder zu hören.
  • Meist handelt es sich um funktionelle (harmlose) Herzgeräusche, die durch einen schnellen Herzschlag entstehen und nicht auf einen strukturellen Defekt hindeuten.
  • Pathologische (abnormale) Herzgeräusche hingegen werden durch strukturelle Herzerkrankungen wie Löcher zwischen den Herzkammern oder verengte Herzklappen verursacht.
  • Ein erfahrener Kinderarzt kann meist schon bei der körperlichen Untersuchung gut einschätzen, ob ein Geräusch harmlos oder pathologisch ist.

Brustschmerzen

Im Gegensatz zum Erwachsenenalter steht nur ein sehr kleiner Teil der Brustschmerzen im Kindesalter im Zusammenhang mit Herzerkrankungen. Die Hauptmerkmale sind:

  • Idiopathische (ohne erkennbare Ursache) Schmerzen und Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems sind die häufigsten Ursachen.
  • Wachstumsschmerzen oder Muskelzerrungen im Brustkorb werden oft fälschlicherweise für Herzschmerzen gehalten.
  • Zu den seltenen kardiologischen Ursachen zählen schwere Klappenverengungen, eine Verdickung des Herzmuskels, Blockaden in den Herzkranzgefäßen oder eine Herzbeutelentzündung.

Blaufärbung (Zyanose)

Dies ist eine Farbveränderung, die auftritt, wenn der Sauerstoffgehalt im Blut aus verschiedenen Gründen sinkt. Folgendes ist zu beachten:

  • Sie zeigt sich als bläuliche Verfärbung der Haut, der Lippen, der Mundschleimhaut und der Innenseite der Augenlider.
  • Besonders bei Säuglingen ist eine Zunahme der Blaufärbung beim Weinen oder Trinken ein wichtiges Warnsignal für angeborene Herzfehler.
  • Sie kann sekundär durch Herzerkrankungen entstehen, aber auch durch nicht-kardiologische Ursachen wie Atemwegserkrankungen bedingt sein.

Ohnmacht (Synkope)

Störungen in der Sauerstoff- und Glukoseversorgung des Gehirns können zu einem vorübergehenden Bewusstseinsverlust führen. Bei einer Synkope lässt sich Folgendes beobachten:

  • Nicht-kardiologische Ursachen (Störungen des autonomen Nervensystems, neuropsychiatrische Zustände) sind bei Kindern weitaus häufiger.
  • Ohnmachtsanfälle, die während oder unmittelbar nach körperlicher Anstrengung auftreten, können jedoch Vorboten ernsthafter Herzprobleme sein.
  • Herzrhythmusstörungen oder Verengungen, die den Blutfluss aus dem Herzen behindern, können eine Ohnmacht begünstigen.

Herzrasen und Rhythmusstörungen

Wenn eine Person den eigenen Herzschlag als störend oder unangenehm wahrnimmt, spricht man von Herzrasen (Palpitationen). Symptome von Rhythmusstörungen bei Kindern äußern sich wie folgt:

  • Sie zeigen sich durch schnelle, unregelmäßige und manchmal ungewöhnlich kräftige Schläge in der Brust.
  • Die meisten Palpitationen sind harmlos (oft ausgelöst durch Aufregung, Stress oder Koffeinkonsum), können aber auch ein Zeichen für ernsthafte Rhythmusstörungen sein.
  • Wenn das Kind plötzlich blass wird, schwitzt und das Gefühl beschreibt, als würde ein "Vogel in der Brust flattern", ist eine kardiologische Untersuchung zwingend erforderlich.

Diagnose: Wie wird im Krankenhaus diagnostiziert?

Zur Diagnose von Herzerkrankungen im Kindesalter werden hochmoderne Methoden eingesetzt, die für den Patienten schonend, schmerzfrei und schnell sind. Je nach den Beschwerden des Kindes und den Befunden der körperlichen Untersuchung kann der Arzt einen oder mehrere der folgenden Tests anfordern.

Körperliche Untersuchung und Sättigungsmessung

Dies ist der erste und wichtigste Schritt im Diagnoseprozess. Die Untersuchung umfasst folgende Details:

  • Das allgemeine Erscheinungsbild des Patienten, die Atemfrequenz, der Herzrhythmus und der Blutdruck werden routinemäßig beurteilt.
  • Es wird nach Trommelschlägelfingern, Entwicklungsverzögerungen oder Anzeichen genetischer Erkrankungen gesucht.
  • Mit sogenannten Pulsoximetern wird über einen Leuchtsensor an der Fingerspitze die Sauerstoffsättigung im Blut völlig schmerzfrei und ohne Blutentnahme gemessen.

EKG (Elektrokardiografie)

Dies ist ein grundlegendes diagnostisches Instrument zur Messung der elektrischen Aktivität des Herzens. Der Ablauf ist wie folgt:

  • Über kleine Elektroden, die an Armen, Beinen und auf der Brust angebracht werden, wird die elektrische Aktivität des Herzens auf Papier aufgezeichnet.
  • Das Verfahren ist völlig schmerzfrei und in wenigen Minuten abgeschlossen.
  • Es liefert präzise Informationen über Rhythmusstörungen, Herzmuskelvergrößerungen oder entzündliche Prozesse bei Kindern.

ECHO (Echokardiografie)

Diese Methode, auch als Herz-Ultraschall bekannt, ist das wichtigste bildgebende Verfahren in der Kinderkardiologie. Ihre Merkmale sind:

  • Durch Ultraschall werden Echtzeitbilder des Herzens erzeugt, wodurch anatomische und funktionelle Störungen leicht diagnostiziert werden können.
  • Die Entwicklung der Herzkammern, das Vorhandensein von Löchern in den Scheidewänden und der Zustand der Herzklappen werden detailliert untersucht.
  • Da keine Strahlung verwendet wird, ist die Untersuchung für den Patienten und die Begleitpersonen völlig unbedenklich.
  • Mit der fetalen Echokardiografie können viele Herzerkrankungen bereits diagnostiziert werden, wenn sich das Baby noch im Mutterleib befindet, sodass Behandlungspläne für die Zeit nach der Geburt frühzeitig erstellt werden können.

Langzeit-EKG (Rhythmus-Holter) und Langzeit-Blutdruckmessung

Diese Verfahren werden eingesetzt, wenn Momentaufnahmen nicht ausreichen und eine Langzeitaufzeichnung erforderlich ist. Die Anwendungsschritte sind wie folgt:

  • Das Langzeit-EKG zeichnet die Herzschläge über 24 Stunden über Elektroden auf, die auf der Brust des Patienten angebracht sind. Das Gerät ist klein und schränkt die täglichen Aktivitäten des Kindes nicht ein.
  • Die Langzeit-Blutdruckmessung misst bei Kindern mit Krankenhausangst (Weißkittelhypertonie) den Blutdruck über 24 Stunden in regelmäßigen Abständen und speichert die Werte.
  • Am Ende der Tragezeit werden die Daten aus dem Gerät in ein Computerprogramm übertragen und von einem Facharzt ausgewertet.

Herzkatheteruntersuchung und Angiografie

Dies ist ein fortgeschrittenes Verfahren, das sowohl zur Diagnose als auch zur Behandlung eingesetzt wird. Der Prozess läuft wie folgt ab:

  • Meist unter Sedierung oder Narkose wird das Herz über feine Katheter erreicht, die über die großen Blutgefäße in der Leiste eingeführt werden.
  • Druckmessungen in den Herzkammern und großen Gefäßen sowie die Sauerstoffwerte werden ermittelt.
  • Durch die Gabe eines röntgensichtbaren Kontrastmittels werden detaillierte Bilder des Herzens und der Blutgefäße gewonnen.

Behandlungsmethoden

Der Behandlungsplan bei Herzerkrankungen im Kindesalter wird individuell auf die Art der Erkrankung, das Alter, das Gewicht und den allgemeinen Gesundheitszustand des Kindes abgestimmt. Das Spektrum reicht von der medikamentösen Überwachung bis hin zu komplexen chirurgischen Eingriffen.

Medikamentöse Behandlungen

Medikamente werden zur Behandlung von Herzinsuffizienz, Rhythmusstörungen, Herzrheumatismus oder infektiösen Zuständen eingesetzt. Sie werden verschrieben, um das Herz zu entlasten, den Rhythmus zu regulieren oder den Blutdruck zu kontrollieren. Die regelmäßige Einnahme der Medikamente und die ärztliche Überwachung sind in diesem Prozess von entscheidender Bedeutung.

Interventionelle Katheterverfahren (Angiografie)

Dank der fortschreitenden Medizintechnik können viele Erkrankungen, die früher eine Operation am offenen Herzen erforderten, heute per Herzkatheter behandelt werden. Mit dieser Methode können Löcher im Herzen mithilfe speziell entwickelter Katheter und Instrumente (schirm- oder stopfenähnliche Apparate) verschlossen werden. Darüber hinaus können Verengungen an den Herzklappen oder in den Blutgefäßen mittels Ballonangioplastie behoben und bei Bedarf Stents in verengte Gefäße eingesetzt werden, um den Blutfluss wiederherzustellen.

Chirurgische Behandlungen (Herzoperationen)

Wenn interventionelle Methoden nicht ausreichen oder die strukturelle Anomalie des Herzens sehr komplex ist, werden offene oder minimalinvasive Herzoperationen durchgeführt. Vom Neugeborenenalter an können viele Erkrankungen wie Löcher im Herzen, schwere Klappeninsuffizienzen, Gefäßverengungen oder die Vertauschung der großen Herzgefäße von einem spezialisierten Team für Kinderherzchirurgie erfolgreich behandelt werden.

Herzerkrankungen im Kindesalter lassen sich durch eine frühzeitige Diagnose und die richtigen Therapieansätze heute sehr gut kontrollieren. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Eltern auf Symptome achten, Routineuntersuchungen nicht vernachlässigen und bei Verdachtsmomenten ohne Zeitverlust einen erfahrenen Kinderkardiologen aufsuchen. Dank der modernen Medizin können viele Herzprobleme dauerhaft gelöst werden, noch bevor die Kinder das Erwachsenenalter erreichen.

Komplikationen und Risikogruppen

Unbehandelte oder zu spät erkannte Herzerkrankungen bei Kindern erhöhen die Arbeitslast des Herzens und können im Laufe der Zeit zu einer Herzinsuffizienz führen. Bei Kindern, die eine Herzschwäche entwickeln, treten Wachstums- und Entwicklungsverzögerungen, häufig wiederkehrende Lungeninfektionen und Fütterungsprobleme auf. Zudem haben Kinder mit strukturellen Herzfehlern ein höheres Risiko, an einer infektiösen Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut) zu erkranken, als die Normalbevölkerung.

Frühgeborene Babys, Kinder mit genetischen Besonderheiten wie dem Down-Syndrom oder dem Turner-Syndrom sowie Babys, bei denen bereits im Mutterleib eine Wachstumsverzögerung festgestellt wurde, gehören zur Hochrisikogruppe für angeborene Herzfehler. Daher ist es von größter Wichtigkeit, dass Babys mit Risikofaktoren unmittelbar nach der Geburt einer detaillierten kardiologischen Untersuchung unterzogen werden.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie bei Ihrem Kind ein Herzproblem vermuten, sollten Sie die Symptome genau beobachten und umgehend einen Spezialisten konsultieren. Sie sollten die kinderkardiologische Ambulanz aufsuchen, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken:

  • Übermäßiges Schwitzen beim Füttern von Säuglingen, schnelles Loslassen der Brust und Kurzatmigkeit.
  • Blaufärbung um die Lippen, an der Zunge oder an den Nagelbetten beim Weinen oder bei Anstrengung.
  • Sehr schnelle Erschöpfung bei körperlichen Aktivitäten im Vergleich zu Gleichaltrigen, das Bedürfnis, das Spiel abzubrechen und sich auszuruhen.
  • Unerklärliche, häufig wiederkehrende und lang anhaltende Atemwegsinfektionen.
  • Das Kind klagt über starkes Herzrasen oder Schmerzen in der Brust.

Sollte Ihr Kind plötzlich in Ohnmacht fallen, Atemnot in Verbindung mit Brustschmerzen haben oder sich eine plötzliche und großflächige Blaufärbung am Körper entwickeln, müssen Sie sofort den Notruf 112 wählen oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses aufsuchen.

Der Ablauf in der BHT CLINIC

In der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi werden Diagnose, Nachsorge und Behandlung aller Herzerkrankungen – beginnend in der fetalen (pränatalen) Phase über das Neugeborenen-, Säuglings- und Jugendalter bis hin zum jungen Erwachsenenalter – von unserem erfahrenen Team mit größter Sorgfalt durchgeführt. In unserem Krankenhaus nutzen wir speziell für Kinder gestaltete, beruhigende Untersuchungsbereiche sowie bildgebende Geräte auf dem neuesten Stand der Technik.

Insbesondere für Paare mit einer familiären Vorbelastung für genetisch bedingte Herzerkrankungen kann das Risiko für bestimmte angeborene Krankheiten während einer IVF-Behandlung durch genetische Diagnostik (PID) beurteilt werden. Die Prozesse in unserem BHT CLINIC IVF-Zentrum (Tüp Bebek) können in einem multidisziplinären Ansatz engmaschig mit unseren Kinderkardiologen abgestimmt werden. Für alle Untersuchungen rund um die Herzgesundheit Ihres Kindes klicken Sie hier, um einen Termin in der Abteilung für Kinderkardiologie der BHT CLINIC zu vereinbaren. Unsere rund um die Uhr geöffnete Notaufnahme und unser Callcenter unter der Nummer 0850 811 34 00 stehen Ihnen bei allen gesundheitlichen Anliegen jederzeit zur Seite.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Schließt sich ein Loch im Herzen bei Kindern von selbst?

Ja, ein Teil der kleineren Löcher, insbesondere zwischen den Vorhöfen (ASD) oder den Herzkammern (VSD), kann sich in den ersten Lebensjahren mit dem Wachstum des Kindes spontan schließen. Die Größe, die Lage und die Belastung für das Herz müssen jedoch vom Arzt durch regelmäßige ECHO-Untersuchungen überwacht werden. Löcher, die sich nicht von selbst schließen oder das Herz belasten, werden interventionell oder chirurgisch verschlossen.

Ist ein harmloses Herzgeräusch gefährlich?

Harmlose (funktionelle) Herzgeräusche sind nicht gefährlich und bedeuten nicht, dass ein struktureller Herzfehler vorliegt. Sie treten meist in Phasen auf, in denen das Herz schneller schlägt, wie z. B. bei fieberhaften Erkrankungen, Blutarmut (Anämie) oder in schnellen Wachstumsphasen. Sie schränken weder die täglichen Aktivitäten des Kindes noch seine Sportfähigkeit oder Lebensqualität ein.

Verwachsen sich Rhythmusstörungen bei Kindern?

Einige Rhythmusstörungen im Kindesalter können sich mit zunehmendem Alter oder durch die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache (z. B. Infektionen, Schilddrüsenprobleme) bessern. Bestimmte Rhythmusstörungen können jedoch dauerhaft sein und erfordern eine regelmäßige Medikamenteneinnahme oder spezielle interventionelle Eingriffe wie die Radiofrequenzablation (Verödung).

Ist das ECHO (Echokardiografie) mit Strahlung verbunden?

Nein, die Echokardiografie (ECHO) ist ein Ultraschallverfahren, das ausschließlich mit Schallwellen arbeitet. Es enthält keine Strahlung, ist schmerzfrei und hat keinerlei Nebenwirkungen. Daher kann es bei Babys, Kindern und sogar bei Föten im Mutterleib sicher und beliebig oft wiederholt angewendet werden.

Können angeborene Herzfehler schon im Mutterleib erkannt werden?

Ja, mit der sogenannten fetalen Echokardiografie kann das Herz des Babys zwischen der 18. und 24. Schwangerschaftswoche detailliert untersucht werden. Auf diese Weise können viele wichtige angeborene Herzfehler diagnostiziert werden, noch bevor das Baby geboren ist. So kann die Entbindung in einem voll ausgestatteten Zentrum geplant werden, das über die entsprechenden Möglichkeiten der Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie verfügt.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken. Für eine genaue Diagnose und Behandlung wenden Sie sich bitte stets an Ihren Arzt.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.

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