Eine hartnäckige Erkältung könnte eine Sinusitis sein: Symptome und Behandlung

Wenn Sie in den Wintermonaten oder beim Jahreszeitenwechsel grippeähnliche Beschwerden haben, die einfach nicht abklingen wollen, steckt dahinter möglicherweise keine einfache Erkältung, sondern eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Vor allem, wenn eine verstopfte Nase, ein Druckgefühl im Gesicht und gelblich-grüner Ausfluss länger als zehn Tage anhalten, sind Ihre Nasennebenhöhlen entzündet. Ein solches Bild einer hartnäckigen Erkältung lässt sich mit der richtigen Diagnose und Behandlung schnell in den Griff bekommen.
Auf einen Blick:
- Während ein gewöhnlicher Schnupfen meist innerhalb von 7 bis 10 Tagen von selbst abklingt, kann eine Sinusitis Wochen andauern.
- Druckgefühl im Gesicht, Kopfschmerzen und zähflüssiges Sekret im Rachen sind die deutlichsten Anzeichen einer Sinusitis.
- Bei nicht enden wollenden Erkältungssymptomen sollte unbedingt ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) aufgesucht werden.
- Zur Behandlung werden Nasensprays, Antibiotika und in fortgeschrittenen Fällen endoskopische Operationen eingesetzt.
- Viel Flüssigkeit zu trinken und Nasenspülungen mit Salzwasser sind die wirksamsten lindernden Maßnahmen für zu Hause.
Was ist eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)?
Die luftgefüllten Hohlräume zwischen unseren Gesichtsknochen werden als Nasennebenhöhlen (Sinus) bezeichnet. Bei einem gesunden Menschen sind diese Hohlräume mit Luft gefüllt. Das von ihnen produzierte dünnflüssige Sekret (Mukus) fließt in die Nase ab, befeuchtet und reinigt die Atemluft. Wenn jedoch die Verbindungsgänge (Ostien) zur Nase verstopfen, wird die Luft eingeschlossen und der Schleim staut sich. Diese angestaute Flüssigkeit bildet einen idealen Nährboden für Bakterien und Viren und führt zu einer Entzündung – der Sinusitis.
Je nach Dauer wird die Sinusitis in akut und chronisch unterteilt. Eine akute Sinusitis beginnt meist nach einer Erkältung und dauert weniger als vier Wochen. Hält die Entzündung jedoch länger als zwölf Wochen an oder kehrt sie im Laufe eines Jahres ständig zurück, spricht man von einer chronischen Sinusitis. Diese Erkrankung kann in jeder Altersgruppe auftreten und die Lebensqualität erheblich einschränken.
Unterschied zwischen Schnupfen und Sinusitis: Woran leiden Sie?
Eine der größten Schwierigkeiten für Patienten ist die Unterscheidung zwischen einem gewöhnlichen Schnupfen und einer Sinusitis. Da sich beide Erkrankungen anfangs durch eine verstopfte Nase, Abgeschlagenheit und leichtes Fieber äußern, können sie leicht verwechselt werden. Die Dauer und Intensität der Symptome liefern jedoch klare Hinweise auf die Ursache. Die folgende Gegenüberstellung kann Ihnen helfen zu verstehen, woran Sie leiden:
- Dauer der Beschwerden: Ein Schnupfen (Erkältung) heilt in der Regel innerhalb von 7 bis 10 Tagen allmählich ab. Eine Sinusitis hingegen dauert länger als 10 Tage, ohne dass eine Besserung der Symptome eintritt.
- Farbe des Nasensekrets: Bei einem Schnupfen ist das Nasensekret meist transparent, dünnflüssig und wässrig. Bei einer Sinusitis ist das Sekret zähflüssig, gelb oder grünlich verfärbt.
- Schmerz und Druckgefühl: Gesichtsschmerzen sind bei einem Schnupfen selten; man spürt höchstens eine leichte Schwere im Kopf. Bei einer Sinusitis hingegen besteht ein deutlicher Druck und ein pochender Schmerz um die Augen, an den Wangen und an der Stirn.
- Art des Hustens: Bei einem Schnupfen tritt der Husten meist tagsüber als Kratzen im Hals auf. Bei einer Sinusitis kommt es aufgrund des starken Sekretflusses in den Rachen (Postnasal-Drip) zu einem hartnäckigen Husten, der sich besonders nachts verschlimmert.
- Fieber: Bei einem Schnupfen ist Fieber meist nur leicht oder gar nicht vorhanden. Bei einer akuten Sinusitis kann, insbesondere wenn eine bakterielle Infektion vorliegt, hohes Fieber auftreten.
Ursachen und Risikofaktoren einer Sinusitis
Die häufigste Ursache für eine Sinusitis sind virale Infektionen der oberen Atemwege, wie Schnupfen oder Grippe. Viren führen dazu, dass die Schleimhäute in der Nase anschwellen und die Zugänge zu den Nebenhöhlen blockieren. Das Krankheitsbild verschlimmert sich, wenn sich Bakterien in dem angestauten Schleim der verstopften Nebenhöhlen ansiedeln. Neben Infektionen gibt es jedoch noch viele weitere Risikofaktoren, die eine Sinusitis begünstigen.
Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) erhöht das Risiko für eine Sinusitis, da sie ein ständiges Ödem (Schwellung) in der Nasenschleimhaut verursacht. Darüber hinaus können anatomische Probleme wie eine Verkrümmung der Nasenscheidewand (Septumdeviation), vergrößerte Nasenmuscheln (Conchae) oder Nasenpolypen die natürliche Drainage der Nebenhöhlen stören und zu einer chronischen Sinusitis führen. Auch die Belastung durch Zigarettenrauch, ein geschwächtes Immunsystem und Luftverschmutzung sind wichtige Risikofaktoren für die Entstehung der Krankheit.
Was sind die Symptome einer Sinusitis?
Obwohl die Symptome einer Sinusitis je nachdem, ob die Infektion akut oder chronisch ist, variieren, drehen sie sich meist um gemeinsame Beschwerden, die den Alltag erschweren. Wenn Sie mehrere der folgenden Symptome bei sich feststellen, könnte eine Entzündung Ihrer Nasennebenhöhlen vorliegen:
- Druck und Schmerzen im Gesicht: Ein pochender Schmerz um die Augen, an den Wangen und an der Stirn, der sich besonders beim Vorbeugen, bei Kopfbewegungen oder beim morgendlichen Aufwachen verstärkt.
- Zähflüssiges Sekret: Ein gelblich-grüner, übel riechender und zäher Ausfluss aus der Nase oder dem Rachen.
- Geruchs- und Geschmacksverlust: Eine deutliche Abnahme des Geruchs- und Geschmackssinns aufgrund der verstopften Nase und der geschwollenen Schleimhäute.
- Hartnäckiger Husten: Ein trockener Husten, der durch die Reizung des ständig vom Rachen in den Hals fließenden entzündlichen Sekrets entsteht und sich besonders im Liegen und nachts verschlimmert.
- Mundgeruch und Zahnschmerzen: Da die Entzündung der Kieferhöhlen (Sinus maxillaris) sehr nah an den Zahnwurzeln liegt, wird sie oft mit Schmerzen und Empfindlichkeit in den oberen Zähnen verwechselt. Zudem verursacht das entzündliche Sekret einen deutlichen Mundgeruch.
Wie wird eine Sinusitis diagnostiziert?
Wenn Sie sich mit anhaltenden Erkältungsbeschwerden im Krankenhaus vorstellen, beginnt der Diagnoseprozess mit einer detaillierten hals-nasen-ohren-ärztlichen Untersuchung. Ihr Arzt wird Sie fragen, wann Ihre Beschwerden begonnen haben, wie stark sie sind und ob weitere Symptome vorliegen. Anschließend werden der Zustand der Nasenschleimhaut, die Beschaffenheit des Sekrets und die Durchgängigkeit der Nebenhöhlenzugänge beurteilt.
In der modernen Medizin ist die endoskopische Untersuchung die am häufigsten angewandte Methode zur Diagnose einer Sinusitis. Mit einer dünnen, beleuchteten Kamera (Endoskop) wird das Innere der Nase untersucht, um die Öffnungen der Nebenhöhlen, Polypen oder anatomische Verkrümmungen direkt sichtbar zu machen. Bei einer akuten Sinusitis ist diese Untersuchung meist ausreichend. Bei Fällen, die nicht auf die Behandlung ansprechen, häufig wiederkehren oder chronisch geworden sind, kann jedoch eine Computertomographie (CT) der Nasennebenhöhlen erforderlich sein, um die innere Struktur der Nebenhöhlen dreidimensional darzustellen und einen chirurgischen Eingriff zu planen.
Behandlung der Sinusitis und was bei einer Sinusitis hilft
Die Behandlung einer Sinusitis richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad der Infektion. Ist die zugrunde liegende Ursache eine virale Infektion, reichen unterstützende Behandlungen meist aus. Liegt jedoch eine bakterielle Infektion vor, wird Ihr Arzt eine geeignete Antibiotikatherapie verschreiben. Neben Antibiotika können abschwellende Nasensprays, kortisonhaltige Nasensprays und Allergiemedikamente eingesetzt werden, um die Schwellung in der Nase zu reduzieren und die Nebenhöhlenzugänge zu öffnen.
Neben der medizinischen Behandlung können auch einige Methoden, die Sie zu Hause anwenden können, den Heilungsprozess beschleunigen. Was hilft also zu Hause bei einer Sinusitis?
- Viel Wasser trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hilft, das zähe Sekret in den Nebenhöhlen zu verdünnen und den Abtransport zu erleichtern.
- Nasenspülung mit Salzwasser: Die regelmäßige Reinigung der Nase mit sterilen Meerwassersprays oder Nasenspül-Sets aus der Apotheke entfernt das entzündliche Sekret mechanisch.
- Dampf inhalieren: Eine heiße Dusche zu nehmen oder sich über eine Schüssel mit heißem Wasser zu beugen (mit einem Handtuch über dem Kopf), hilft, verstopfte Gänge zu öffnen.
- Warme Kompressen: Ein warmes, feuchtes Handtuch auf dem Gesicht, insbesondere im Stirn- und Wangenbereich, hilft, Schmerzen und Druckgefühl zu lindern.
Komplikationen und Risikogruppen der Sinusitis
Obwohl eine Sinusitis bei richtiger Behandlung in der Regel vollständig ausheilt, kann sie bei Vernachlässigung oder falscher Behandlung zu ernsthaften Komplikationen führen. Die Nasennebenhöhlen liegen in unmittelbarer Nähe zur Augenhöhle und zu den Hirnhäuten. Daher können sich unbehandelte schwere Infektionen auf die Augenpartie oder das Gehirn ausbreiten.
Besonders Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, unkontrolliertem Diabetes und schwerem Asthma gehören zur Hochrisikogruppe. Eine chronische Sinusitis beeinträchtigt zudem die Schlafqualität erheblich. Bei Menschen, die unter einer ständig verstopften Nase leiden, steigt die Häufigkeit von Schnarchen und Schlafapnoe. Wenn Sie auch über Atemaussetzer im Schlaf klagen, sollten Sie möglicherweise auch auf Schlafapnoe untersucht werden.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Während viele Infektionen der oberen Atemwege durch Bettruhe zu Hause abklingen, erfordern einige Symptome sofortige medizinische Hilfe. Wenn Sie eines der folgenden Warnsignale bemerken, sollten Sie unverzüglich eine medizinische Einrichtung aufsuchen:
- Die Beschwerden dauern länger als 10 Tage an und verschlimmern sich zunehmend.
- Das Fieber steigt auf 39 Grad oder höher und spricht nicht auf fiebersenkende Mittel an.
- Deutliche Schwellung, Rötung um die Augen oder Schmerzen bei Augenbewegungen.
- Auftreten von Doppelbildern oder verschwommenem Sehen.
- Starke Kopfschmerzen, die auch durch Schmerzmittel nicht gelindert werden.
- Nackensteifigkeit, Bewusstseinstrübung, starke Schläfrigkeit oder Verwirrtheit (Diese Symptome wecken den Verdacht auf eine Hirnhautentzündung (Meningitis) – rufen Sie in diesem Fall sofort die 112 an oder suchen Sie die Notaufnahme auf).
Der Behandlungsablauf in der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi
Bei anhaltenden Erkältungs- und Sinusitisbeschwerden können Sie sich an unsere Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) in der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi wenden. Unser erfahrenes Ärzteteam stellt mit modernsten endoskopischen Bildgebungsverfahren eine präzise Diagnose Ihrer Erkrankung. Bei chronischer Sinusitis, die nicht auf Medikamente anspricht, wird in den hochmodern ausgestatteten Operationssälen unseres Krankenhauses die funktionelle endoskopische Nasennebenhöhlenoperation (FESS) erfolgreich durchgeführt. Bei unerwarteten Notfällen steht Ihnen unsere Notaufnahme rund um die Uhr (24/7) zur Verfügung.
Um schnell wieder unbeschwert und frei durchatmen zu können, können Sie ohne Zeitverlust einen Termin vereinbaren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wo treten Kopfschmerzen bei einer Sinusitis auf?
Kopfschmerzen bei einer Sinusitis werden meist intensiv im Stirnbereich, hinter den Augen, an den Wangen und am Oberkiefer wahrgenommen. Beim Vorbeugen, bei plötzlichen Kopfbewegungen oder beim morgendlichen Aufwachen nimmt die Intensität der Schmerzen deutlich zu.
Heilt eine Sinusitis von selbst?
Leichte virale Nasennebenhöhlenentzündungen können bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Ruhe innerhalb weniger Wochen von selbst abklingen. Wenn sich jedoch Bakterien angesiedelt haben, die Beschwerden länger als 10 Tage andauern oder die Krankheit chronisch geworden ist, ist eine medizinische Behandlung (Antibiotika oder Operation) zwingend erforderlich.
Hilft Meerwasserspray bei Sinusitis?
Ja, das regelmäßige Spülen der Nase mit sterilem Meerwasser oder in Apotheken erhältlichen Salzwasserlösungen ist bei einer Sinusitis sehr hilfreich. Dieser Vorgang hilft, das eingedickte, entzündliche Sekret zu entfernen, die Nebenhöhlengänge zu öffnen und eine freie Atmung zu ermöglichen.
Ist eine chronische Sinusitis vollständig heilbar?
Bei der Behandlung der chronischen Sinusitis kommen zunächst Langzeitmedikamente und kortisonhaltige Nasensprays zum Einsatz. Wenn anatomische Hindernisse wie eine Verkrümmung der Nasenscheidewand, vergrößerte Nasenmuscheln oder Polypen in der Nase vorhanden sind, können diese durch eine endoskopische Nasennebenhöhlenoperation beseitigt werden, sodass die Krankheit vollständig ausheilen kann.
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken. Für eine genaue Diagnose und Behandlung wenden Sie sich bitte immer an Ihren Arzt.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.
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