Frauengesundheit

Ursachen von Adipositas und bariatrische Chirurgie

BHT CLINIC8. Juli 20257 Min. Lesezeit
Ursachen von Adipositas und bariatrische Chirurgie

Adipositas (Fettleibigkeit) ist ein Zustand, bei dem sich übermäßig viel Fett im Körper ansammelt, was die Gesundheit beeinträchtigt. Zu den Ursachen zählen genetische Veranlagung, Bewegungsmangel, übermäßiges Essverhalten und Stoffwechselprobleme. Für Patienten, die durch Diät und Bewegung nicht dauerhaft abnehmen können, ist die bariatrische Chirurgie (Adipositas-Chirurgie) eine der effektivsten medizinischen Optionen, um in ein gesundes Leben zu starten.

  • Adipositas ist eine chronische Krankheit, die durch einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder höher definiert wird.
  • Die Beschäftigung mit dem Fernseher oder Smartphone beim Essen lenkt ab, verzögert das Sättigungsgefühl und führt zu einer erhöhten Kalorienaufnahme.
  • Emotionales Essen bei Stress und Angstzuständen löst das Verlangen nach kalorienreichen Lebensmitteln aus und beschleunigt die Gewichtszunahme.
  • Die bariatrische Chirurgie wird in der Regel bei Personen mit einem BMI von 35 oder höher angewendet, die an Begleiterkrankungen leiden.
  • Eine multidisziplinäre Nachsorge, einschließlich der Unterstützung durch Ernährungsberater und Psychologen nach der Operation, ist für eine dauerhafte Gewichtskontrolle unerlässlich.

Was ist Adipositas und wie entsteht sie?

Adipositas ist eine chronische und fortschreitende Krankheit, die durch eine übermäßige Fettspeicherung im Körper gekennzeichnet ist, wenn die aufgenommene Energie die verbrauchte Energie übersteigt. Adipositas ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern ein ernstes metabolisches Krankheitsbild, das alle Körpersysteme betrifft. Um ein gesundes Leben zu führen, benötigt der Körper einen bestimmten Fettanteil. Wenn dieser Anteil jedoch bei Frauen über 30 Prozent und bei Männern über 25 Prozent steigt, spricht man von Adipositas.

Die Annehmlichkeiten des modernen Lebens haben den Energieverbrauch gesenkt und gleichzeitig den Zugang zu kalorienreichen Lebensmitteln erleichtert. Dieses Ungleichgewicht überlastet im Laufe der Zeit die Fettspeichermechanismen des Körpers. Das angesammelte Fettgewebe ist nicht nur ein passiver Speicher; es schüttet auch verschiedene Hormone und Botenstoffe aus, die den Appetit, den Stoffwechsel und das Immunsystem beeinflussen. Dies führt dazu, dass Adipositas zu einem sich selbst verstärkenden Kreislauf wird.

Was sind die Ursachen von Adipositas?

Es ist schwierig, eine einzige Ursache für die Entstehung von Adipositas zu benennen. Meist handelt es sich um ein komplexes Zusammenspiel von umweltbedingten, psychologischen, genetischen und hormonellen Faktoren.

Übermäßiges Essverhalten und Ablenkung

Schnell verzehrte Fast-Food-Produkte, Fertiggerichte und stark verarbeitete Lebensmittel enthalten viel Zucker, Salz und gesättigte Fette. Die zunehmende Portionsgröße dieser Lebensmittel erhöht unbemerkt die aufgenommene Kalorienmenge. Wenn nicht genügend ballaststoffreiche Lebensmittel verzehrt werden, wird zudem das Sättigungsgefühl im Magen verhindert.

Darüber hinaus wirkt sich Ablenkung beim Essen direkt auf übermäßiges Essverhalten aus. Wenn Sie beim Fernsehen, Spielen am Smartphone oder vor dem Computer essen, kann sich Ihr Gehirn nicht auf das Kauen und Schlucken konzentrieren. Dies verzögert die Sättigungssignale, die vom Magen an das Gehirn gesendet werden, und führt dazu, dass Sie weiter essen, obwohl Sie bereits satt sind. Auch späte Snacks am Abend, etwa bei einem gemütlichen Tee am Bosporus oder nach einem langen Arbeitstag in Istanbul, belasten den Stoffwechsel zusätzlich mit Kalorien, wenn er eigentlich zur Ruhe kommen sollte.

Emotionales Essen und psychologische Faktoren

Intensive Emotionen wie Stress, Depressionen, Angstzustände und Einsamkeit können Menschen dazu verleiten, Essen als Mittel zur Entspannung zu nutzen. Emotionales Essen führt oft zu einem unwiderstehlichen Verlangen nach kohlenhydrat- und zuckerreichen Lebensmitteln, die eine sofortige Befriedigung verschaffen. Das bei Stress vermehrt ausgeschüttete Hormon Cortisol beschleunigt die Fettspeicherung, insbesondere im Bauchraum. Für detailliertere Informationen zu diesem Thema können Sie unseren Artikel über emotionales Essen lesen.

Genetische, hormonelle und lebensstilbedingte Faktoren

Eine familiäre Vorbelastung mit Adipositas erhöht das Risiko für den Einzelnen deutlich. Die genetische Veranlagung beeinflusst direkt die Arbeitsweise der Hormone, die den Stoffwechsel und den Appetit steuern. Hormonelle Probleme wie eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Insulinresistenz und das polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) verlangsamen den Stoffwechsel und erhöhen die Neigung zur Fettspeicherung.

Auch unzureichender Schlaf stört das Gleichgewicht der appetitregulierenden Hormone Ghrelin und Leptin und weckt so das Verlangen, mehr zu essen. Zudem reduzieren technologische Entwicklungen den täglichen Bewegungsbedarf; Büroarbeit, die Nutzung von Aufzügen und die Bevorzugung des eigenen Autos – besonders im dichten Stadtverkehr von Metropolen wie Istanbul – senken das körperliche Aktivitätsniveau und begünstigen eine Gewichtszunahme. Bestimmte Antidepressiva, Kortikosteroide und Blutdruckmedikamente können als Nebenwirkung ebenfalls zu einer Gewichtszunahme führen.

Symptome von Adipositas und Schwierigkeiten beim Abnehmen

Das offensichtlichste Zeichen für Adipositas ist eine Zunahme des Körpergewichts und des Bauchumfangs. Mit fortschreitender Erkrankung treten jedoch verschiedene Symptome in unterschiedlichen Körpersystemen auf. Schwierigkeiten beim Abnehmen sind das Ergebnis einer metabolischen Resistenz, die der Körper entwickelt, um die vorhandene Fettmasse zu erhalten. Häufige Symptome sind:

  • Atemnot und schnelle Ermüdung selbst bei leichten körperlichen Aktivitäten
  • Gelenkschmerzen in Knien, unterem Rücken und Knöcheln durch übermäßige Belastung
  • Schnarchen und Schlafapnoe-Anfälle während des Schlafs
  • Hautausschläge in den Hautfalten, Pilzinfektionen und übermäßiges Schwitzen
  • Ständiges Hungergefühl und Heißhunger auf Süßes
  • Menstruationsstörungen und vermehrter Haarwuchs

Wie wird Adipositas diagnostiziert?

Die Diagnose Adipositas wird durch umfassende Untersuchungen von Fachärzten im Krankenhaus gestellt. Der erste Schritt ist die Berechnung des Body-Mass-Index (BMI). Der BMI ergibt sich aus der Division des Gewichts durch das Quadrat der Körpergröße; Werte über 30 weisen auf Adipositas hin. Auch die Messung des Bauchumfangs ist ein wichtiger Parameter zur Beurteilung des viszeralen Fettes (Bauchfett).

Nach der körperlichen Untersuchung werden Bluttests angefordert, um die zugrunde liegenden metabolischen oder hormonellen Ursachen der Adipositas zu ermitteln. Untersucht werden der Nüchternblutzucker, der Insulinspiegel, der HbA1c-Wert, die Schilddrüsenfunktion (TSH), die Leberenzyme und ein detailliertes Lipidprofil (Cholesterin, Triglyceride). Darüber hinaus wird eine Körperzusammensetzungsanalyse durchgeführt, bei der der Muskel-, Fett- und Wasseranteil detailliert gemessen wird, um einen individuellen Behandlungsplan zu erstellen.

Für wen ist eine Adipositas-Operation geeignet?

Die bariatrische Chirurgie ist kein ästhetischer Eingriff, sondern eine metabolische Behandlung, die darauf abzielt, ernsthafte Gesundheitsprobleme zu verhindern. Daher wird sie bei Patienten angewendet, die bestimmte medizinische Kriterien erfüllen. Die Antwort auf die Frage, für wen eine Adipositas-Operation geeignet ist, basiert auf den folgenden Kriterien, die von internationalen Gesundheitsbehörden festgelegt wurden:

  • Personen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 40 oder mehr (morbide Adipositas).
  • Personen mit einem BMI zwischen 35 und 40, die an adipositasbedingten Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe oder schweren Gelenkerkrankungen leiden.
  • Patienten, die in der Regel zwischen 18 und 65 Jahre alt sind (In Sonderfällen können diese Altersgrenzen durch den Beschluss eines ärztlichen Gremiums gelockert werden).
  • Personen, die trotz einer mindestens 6-monatigen professionell begleiteten Diät, Bewegung und medizinischen Behandlung nicht dauerhaft abnehmen konnten.
  • Personen, die über die psychologische Stabilität verfügen, sich an die notwendigen Änderungen des Lebensstils nach der Operation anzupassen.

Bariatrische Chirurgie und Behandlungsablauf

Das Hauptziel der bariatrischen Chirurgie ist es, Patienten dabei zu helfen, ihr Übergewicht loszuwerden und so adipositasbedingte Krankheiten zu heilen oder zu verhindern. Die Operationen basieren im Allgemeinen auf dem Prinzip der Verkleinerung des Magenvolumens oder der Verringerung der Nahrungsaufnahme. Zu den am häufigsten angewandten Methoden gehören der Schlauchmagen (Sleeve-Gastrektomie) und der Magenbypass. Welche Methode für Sie am besten geeignet ist, wird nach ausführlichen Untersuchungen gemeinsam mit Ihrem Chirurgen entschieden. Um sich über die verschiedenen Methoden zu informieren, können Sie unseren Artikel über Arten der Adipositas-Chirurgie lesen.

Chirurgische Eingriffe werden in der Regel minimalinvasiv (laparoskopisch) durchgeführt. Dies beschleunigt den Heilungsprozess und verringert das Schmerz- und Infektionsrisiko. Der Krankenhausaufenthalt beträgt durchschnittlich 2 bis 4 Tage. Nach der Entlassung beginnt der Ernährungsprozess mit einer flüssigen Diät und geht unter Aufsicht eines Ernährungsberaters schrittweise in pürierte und feste Nahrung über. Der Gewichtsverlust nach der Operation steigert die Lebensqualität erheblich; die körperliche Beweglichkeit der Patienten verbessert sich, das Energieniveau steigt und das soziale Leben wird positiv beeinflusst.

Durch Adipositas verursachte Komplikationen und Risikogruppen

Wenn Adipositas nicht behandelt wird, schädigt sie fast alle Organsysteme im Körper und führt zu schweren Komplikationen, die die Lebenserwartung verkürzen. Übergewicht erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall um ein Vielfaches. Der Prozess, der mit einer Insulinresistenz beginnt, entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem schwer kontrollierbaren Typ-2-Diabetes.

Fettleber, Gallenblasenerkrankungen, Arthrose (Gelenkverschleiß) und schwere Schlafapnoe sind weitere häufige Probleme bei adipösen Patienten. Darüber hinaus ist das Risiko für die Entwicklung bestimmter Krebsarten wie Brust-, Darm-, Gebärmutter- und Prostatakrebs bei adipösen Personen deutlich höher. Daher ist Adipositas ein Problem der öffentlichen Gesundheit, das dringend mit einem multidisziplinären Ansatz behandelt werden muss.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Wenn Sie trotz eigener Bemühungen durch Diät und Bewegung nicht abnehmen können, das verlorene Gewicht schnell wieder zunehmen oder Ihr Body-Mass-Index auf über 30 gestiegen ist, sollten Sie eine medizinische Einrichtung aufsuchen. Besonders wenn Ihr Gewicht Ihre täglichen Aktivitäten einschränkt und sich negativ auf Ihre psychische Verfassung auswirkt, sollten Sie keine Zeit verlieren.

Wenn Sie eines der folgenden akuten Warnsignale bemerken, sollten Sie unverzüglich den Notruf 112 wählen oder die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses aufsuchen:

  • Druck- oder Engegefühl in der Brust, Schmerzen, die in den linken Arm oder Kiefer ausstrahlen (Verdacht auf Herzinfarkt)
  • Plötzliche und schwere Atemnot, die auch in Ruhe auftritt
  • Verwirrtheit, starker Schwindel oder das Gefühl, in Ohnmacht zu fallen
  • Plötzlicher Kraftverlust oder Taubheitsgefühl auf einer Körperhälfte (Arm, Bein oder Gesicht)

Der Ablauf in der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi

In der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi wird die Adipositas-Behandlung in Zusammenarbeit der Abteilungen für Allgemeinchirurgie, Endokrinologie, Ernährung und Diätetik, Psychiatrie und Kardiologie durchgeführt. Wenn Sie in unsere Klinik kommen, werden zunächst eine detaillierte Körperanalyse und Bluttests durchgeführt. Unsere Patienten, für die eine bariatrische Operation geplant ist, durchlaufen vor der Operation ein umfassendes Gesundheits-Screening, um sie so sicher wie möglich auf den Eingriff vorzubereiten.

Nach der Operation wird die Unterstützung durch Ernährungsberater und Psychologen kontinuierlich fortgesetzt, um eine langfristige Gewichtskontrolle zu gewährleisten. Für unvorhergesehene Situationen stehen unsere rund um die Uhr (24/7) besetzte Notaufnahme und unsere voll ausgestatteten Intensivstationen jederzeit bereit. Um detaillierte Informationen über Adipositas-Behandlungen und chirurgische Abläufe zu erhalten oder mit unseren Fachärzten zu sprechen, können Sie unser Callcenter unter 0850 811 34 00 anrufen oder über unsere Website einen Termin vereinbaren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist die bariatrische Chirurgie gefährlich?

Jeder chirurgische Eingriff birgt gewisse Risiken. Die lebensbedrohlichen Risiken, die die morbide Adipositas für den Körper darstellt, sind jedoch in der Regel viel höher als die Risiken einer Operation. Bei bariatrischen Eingriffen, die von erfahrenen Chirurgen in voll ausgestatteten Zentren laparoskopisch durchgeführt werden, sind die Komplikationsraten sehr gering.

Nimmt man nach der Operation wieder zu?

Die bariatrische Chirurgie ist ein wirksames Instrument zur Gewichtsabnahme, aber für sich allein kein Wundermittel. Wenn das nach der Operation empfohlene Ernährungsprogramm nicht eingehalten wird, man in alte, ungesunde Essgewohnheiten zurückfällt und ein Bewegungsmangel fortbesteht, ist eine erneute Gewichtszunahme möglich. Daher ist eine multidisziplinäre Nachsorge zwingend erforderlich.

Führt Ablenkung zu Gewichtszunahme?

Ja, fernsehen oder sich mit dem Smartphone zu beschäftigen, während man isst, verzögert die Wahrnehmung der Sättigungssignale durch das Gehirn. Diese Ablenkung führt dazu, dass die Person viel mehr Kalorien aufnimmt, als sie benötigt, was im Laufe der Zeit zu einer Gewichtszunahme führt.

Ich habe Schwierigkeiten beim Abnehmen, was könnte die zugrunde liegende Ursache sein?

Wenn Sie trotz einer Diät nicht abnehmen können, könnten metabolische und hormonelle Probleme wie eine Insulinresistenz, eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), das polyzystische Ovarsyndrom oder Schlafstörungen die Ursache sein. Für eine genaue Diagnose sollten Sie einen Endokrinologen aufsuchen.

Gibt es eine Altersgrenze für Adipositas-Operationen?

Die bariatrische Chirurgie wird in der Regel bei Patienten im Alter zwischen 18 und 65 Jahren durchgeführt. Unter Berücksichtigung des allgemeinen Gesundheitszustands des Patienten, der Schwere der adipositasbedingten Begleiterkrankungen und der Narkosefähigkeit kann die Operation jedoch nach Beschluss eines ärztlichen Gremiums auch bei Patienten außerhalb dieser Altersgrenzen durchgeführt werden.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken. Für eine genaue Diagnose und Behandlung wenden Sie sich bitte unbedingt an Ihren Arzt.

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihre Beschwerden anhalten

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.

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