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Leukämie-Symptome bei Kindern erkennen

Hematoloji11. November 20246 Min. Lesezeit
Leukämie-Symptome bei Kindern erkennen

Symptome von Leukämie bei Kindern äußern sich oft durch unerklärliches Fieber, anhaltende Müdigkeit, blasse Haut und grundlose Blutergüsse an verschiedenen Körperstellen. Leukämie ist die häufigste Krebsart im Kindesalter, weist aber bei frühzeitiger Diagnose eine sehr hohe Behandlungserfolgsquote auf. Die Signale im Körper Ihres Kindes richtig zu deuten und ohne Zeitverlust einen Facharzt aufzusuchen, ist der wichtigste Schritt im Behandlungsprozess.

  • Leukämie ist ein Blutkrebs, der durch die unkontrollierte Vermehrung von Blutzellen im Knochenmark entsteht.
  • Zu den häufigsten Symptomen gehören Schwäche, Knochenschmerzen, häufige Infektionen und Appetitlosigkeit.
  • Bei Kindern tritt am häufigsten die Akute Lymphoblastische Leukämie (ALL) auf.
  • Für eine genaue Diagnose sind Bluttests und eine Knochenmarkbiopsie erforderlich.
  • Die primäre Behandlungsmethode ist die Chemotherapie, deren Erfolgsraten recht hoch sind.

Was ist Leukämie bei Kindern?

Leukämie, umgangssprachlich auch Blutkrebs genannt, ist eine Störung, die während der Produktion von Blutzellen im Knochenmark auftritt. Ein gesundes Knochenmark produziert regelmäßig weiße Blutkörperchen zur Infektionsabwehr, rote Blutkörperchen für den Sauerstofftransport und Blutplättchen (Thrombozyten), die Blutungen stoppen. Bei Leukämie beginnt das Knochenmark jedoch, abnormale weiße Blutkörperchen (Blasten) zu produzieren. Diese abnormalen Zellen vermehren sich schnell, verdrängen gesunde Zellen und hindern den Körper daran, seine normalen Funktionen auszuführen.

Leukämie im Kindesalter macht etwa ein Drittel aller pädiatrischen Krebsfälle aus. Die Krankheit beginnt oft plötzlich und schreitet schnell voran, weshalb das Erkennen der Symptome von entscheidender Bedeutung ist. Leukämie schwächt das Immunsystem des Kindes und macht es anfällig für Bedrohungen von außen.

Arten von Leukämie im Kindesalter

Leukämien bei Kindern haben in der Regel einen akuten (schnell fortschreitenden) Charakter. Die häufigste Form ist die Akute Lymphoblastische Leukämie (ALL), die etwa 75 bis 80 Prozent der Fälle ausmacht. Sie tritt meist bei Kindern zwischen 2 und 5 Jahren auf. Die zweithäufigste Form ist die Akute Myeloische Leukämie (AML). Obwohl AML in jeder Altersgruppe auftreten kann, wird sie in den ersten beiden Lebensjahren und in der Pubertät etwas häufiger beobachtet. Chronische Leukämieformen sind im Kindesalter hingegen äußerst selten.

Ursachen und Risikofaktoren

Die genaue Ursache für Leukämie bei Kindern ist meist nicht vollständig geklärt. Die Krankheit entsteht durch Mutationen in der DNA der Zellen im Knochenmark. Warum und wie diese genetischen Veränderungen beginnen, wird in der medizinischen Welt noch immer erforscht. Im Gegensatz zu Krebserkrankungen bei Erwachsenen gibt es jedoch keine Beweise dafür, dass Umweltfaktoren oder der Lebensstil (Ernährung, Zigarettenrauch usw.) einen direkten Einfluss auf Leukämie im Kindesalter haben.

Dennoch ist bekannt, dass bestimmte Risikofaktoren die Wahrscheinlichkeit, an Leukämie zu erkranken, erhöhen. Kinder mit bestimmten genetischen Besonderheiten, wie etwa dem Down-Syndrom, haben ein höheres Risiko, an Leukämie zu erkranken als andere Kinder. Auch angeborene Erkrankungen des Immunsystems oder der Erhalt von hochdosierter Strahlung oder Chemotherapie aufgrund einer früheren Erkrankung zählen zu den Risikofaktoren. Genetische Veranlagungen, wie eine familiäre Vorbelastung oder das Auftreten von Leukämie bei einem eineiigen Zwilling, können in seltenen Fällen ebenfalls eine Rolle spielen.

Symptome von Leukämie bei Kindern

Die Symptome von Leukämie bei Kindern entstehen durch die Abnahme gesunder Blutzellen im Knochenmark. Diese Anzeichen können anfangs sehr mild sein und leicht mit einer Erkältung, Grippe oder anderen häufigen Kinderkrankheiten verwechselt werden. Mit dem Fortschreiten der Krankheit nimmt die Intensität der Beschwerden zu und sie werden deutlicher.

Art und Schwere der Symptome können je nach Leukämieform und der Ausbreitung der abnormalen Zellen im Körper variieren. Besonders Beschwerden, die wochenlang anhalten und sich nicht auf eine bekannte Infektion zurückführen lassen, sollten genau beobachtet werden.

Die häufigsten Symptome

Zu den Anzeichen von Blutkrebs bei Kindern, auf die Eltern besonders achten sollten, gehören:

  • Fieber und häufige Infektionen: Aufgrund des Mangels an gesunden weißen Blutkörperchen kann der Körper Infektionen nicht abwehren. Es kann zu anhaltendem oder immer wiederkehrendem Fieber kommen, das nicht auf Antibiotika anspricht und leicht mit typischen Winterkrankheiten wie dem RSV-Virus verwechselt werden kann.
  • Müdigkeit und blasse Haut: Der Rückgang der roten Blutkörperchen führt zu einer Anämie (Blutarmut). Das Kind wirkt blasser als sonst, ermüdet schnell und zeigt Unlust am Spielen.
  • Blutungen und Blutergüsse: Ein Mangel an Blutplättchen beeinträchtigt die Blutgerinnung. Häufig treten ohne vorherige Stöße Blutergüsse an Beinen, Armen oder am Rumpf auf, ebenso wie schwer zu stoppendes Nasen- und Zahnfleischbluten.
  • Knochen- und Gelenkschmerzen: Die Ansammlung von Leukämiezellen im Knochenmark führt zu dessen Ausdehnung und verursacht starke Schmerzen. Dies sollte nicht mit Wachstumsschmerzen oder Rückenschmerzen bei Kindern verwechselt werden.
  • Appetitlosigkeit und geschwollener Bauch: Leukämiezellen können sich in Leber und Milz ansammeln und zu einer Vergrößerung dieser Organe führen. Dies verursacht einen geschwollenen Bauch, ein schnelles Sättigungsgefühl und einen deutlichen Gewichtsverlust.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Antwort auf die Frage, wie man Leukämie erkennt, liegt in einer detaillierten körperlichen Untersuchung und spezifischen Labortests. Der Arzt erfragt zunächst die Krankengeschichte des Kindes und prüft, ob Lymphknoten, Leber oder Milz vergrößert sind. Auch Blutergüsse und Blässe der Haut werden bei der Untersuchung beurteilt.

Der erste Schritt ist in der Regel ein großes Blutbild und ein Blutausstrich (mikroskopische Untersuchung des Blutes). Bei diesen Tests werden die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen überprüft; zudem wird das Blut auf das Vorhandensein von abnormalen Leukämiezellen (Blasten) untersucht. Ergeben die Bluttests verdächtige Befunde, wird zur endgültigen Diagnose eine Knochenmarkpunktion und -biopsie durchgeführt. Bei diesem Eingriff wird meist unter leichter Narkose – damit das Kind keine Schmerzen verspürt – eine kleine Flüssigkeits- und Gewebeprobe aus dem Beckenknochen entnommen. Die Proben werden im Pathologielabor untersucht, um die genaue Art und den Subtyp der Leukämie zweifelsfrei zu bestimmen.

Behandlung von pädiatrischer Leukämie

Die Behandlung der pädiatrischen Leukämie wird individuell auf die Art der Erkrankung, das Alter des Kindes und seinen allgemeinen Gesundheitszustand abgestimmt. Der Grundstein der Behandlung ist die Chemotherapie. Der Chemotherapieprozess besteht in der Regel aus mehreren Phasen: Remissionsinduktion (Zurückdrängen der Krankheit durch Zerstörung der Krebszellen), Konsolidierung (Beseitigung verbleibender versteckter Zellen) und Erhaltung (Verhinderung eines Rückfalls). Die Behandlung dauert meist 2 bis 3 Jahre.

In einigen Fällen, insbesondere bei Hochrisiko-Leukämien oder wenn die Krankheit zurückkehrt, kann eine Knochenmarktransplantation (Stammzelltransplantation) erforderlich sein. Bei diesem Verfahren wird das erkrankte Knochenmark durch hochdosierte Chemotherapie vollständig entleert und durch gesunde Stammzellen eines Spenders ersetzt. Darüber hinaus bieten in den letzten Jahren innovative Methoden wie zielgerichtete Therapien und Immuntherapie vielversprechende Ergebnisse in der pädiatrischen Onkologie. Psychologische Unterstützung für das Kind und die Familie während der Behandlung spielt eine große Rolle bei der Bewältigung dieser schwierigen Zeit.

Komplikationen und Risikogruppen

Leukämie und die damit verbundenen intensiven Behandlungen können im Körper von Kindern zu verschiedenen Komplikationen führen. Das größte Risiko sind schwere Infektionen, die durch die starke Unterdrückung des Immunsystems während der Chemotherapie entstehen. In dieser Zeit kann selbst eine einfache Erkältung lebensbedrohlich sein. Auch das Risiko von inneren Blutungen aufgrund einer niedrigen Blutplättchenzahl muss engmaschig überwacht werden.

Zu den langfristigen Komplikationen zählen eine Verlangsamung des Knochenwachstums, eine Empfindlichkeit der Herz- oder Nierenfunktion und in seltenen Fällen das Risiko der Entwicklung von Sekundärtumoren. Aus diesem Grund müssen Kinder, deren Leukämiebehandlung abgeschlossen ist, über Jahre hinweg in regelmäßigen Abständen nachuntersucht werden. Insbesondere Säuglinge unter 1 Jahr und Kinder über 10 Jahren gelten als Risikogruppen, die hinsichtlich ihres Ansprechens auf die Behandlung genauer überwacht werden müssen.

Wann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden?

Bei Kindern, bei denen der Verdacht auf Leukämie besteht oder die sich bereits in Behandlung befinden, erfordern einige Symptome sofortige medizinische Hilfe. Wenn Sie eine plötzliche Verschlechterung des Allgemeinzustands Ihres Kindes bemerken, sollten Sie ohne Zeitverlust eine medizinische Einrichtung aufsuchen.

In den folgenden Situationen sollten Sie sofort den Notruf 112 wählen oder die nächste Notaufnahme aufsuchen:

  • Hartnäckiges Fieber über 38,5 °C, das trotz fiebersenkender Mittel nicht sinkt.
  • Nicht zu stoppendes Nasenbluten oder Blut im Stuhl/Urin.
  • Plötzlich auftretende, stecknadelkopfgroße, weit verbreitete rote/violette Ausschläge auf der Haut (Petechien).
  • Atembeschwerden, schnelle Atmung oder Brustschmerzen.
  • Das Kind ist so erschöpft, dass es sich nicht wecken lässt, leidet unter starken Kopfschmerzen oder ist verwirrt.

Der Ablauf in der BHT CLINIC

Krebserkrankungen im Kindesalter erfordern einen multidisziplinären Ansatz und fortschrittliche Technologie. Die Abteilung für Kindergesundheit und -krankheiten der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi steht Ihnen mit ihrem erfahrenen Team bei allen gesundheitlichen Problemen Ihrer Kinder zur Seite. Werden verdächtige Befunde festgestellt, werden alle notwendigen Bluttests und bildgebenden Untersuchungen schnell organisiert.

Die rund um die Uhr geöffnete Notaufnahme unseres Krankenhauses bietet sofortige Interventionsmöglichkeiten in Notfällen wie fieberhaften Erkrankungen oder unerwarteten Blutungen. Wenn Sie Bedenken bezüglich der Gesundheit Ihres Kindes haben, können Sie sich an unser Krankenhaus wenden, um Unterstützung von unseren Fachärzten zu erhalten. Im Bewusstsein, dass eine frühzeitige Diagnose Leben rettet, ist es von größter Bedeutung, dass Sie verdächtige Symptome ohne Verzögerung medizinisch abklären lassen.

Häufig gestellte Fragen

Der Verlauf einer Leukämie kann für Eltern sehr besorgniserregend sein. Nachfolgend finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen zu diesem Thema.

In welchem Alter tritt Leukämie bei Kindern am häufigsten auf?

Leukämie im Kindesalter tritt am häufigsten bei Kindern zwischen 2 und 5 Jahren auf. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sie in jeder Altersgruppe vom Säuglingsalter bis zur Pubertät auftritt.

Ist Leukämie genetisch bedingt, wird sie auf Geschwister übertragen?

Leukämie ist meist keine Erbkrankheit und eine genetische Übertragung innerhalb der Familie ist sehr selten. Wenn ein Kind an Leukämie erkrankt ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass auch seine Geschwister daran erkranken werden.

Beginnen die Symptome von Blutkrebs bei Kindern plötzlich?

Bei akuten Leukämien entwickeln sich die Symptome in der Regel recht schnell, oft innerhalb von Wochen. Ein typischer Beginn ist, wenn das Kind plötzlich schwach wird, blass aussieht und Blutergüsse am Körper auftreten.

Wie lange dauert eine Leukämiebehandlung?

Die Behandlung von Leukämie bei Kindern dauert je nach Art der Erkrankung und Risikogruppe in der Regel zwischen 2 und 3 Jahren. Während die ersten Monate dieses Prozesses intensiv im Krankenhaus verbracht werden, geht man später zu einer Erhaltungstherapie über, die von zu Hause aus überwacht wird.

Sind Beinschmerzen immer ein Symptom für Leukämie?

Nein, Beinschmerzen bei Kindern sind oft auf harmlose Wachstumsschmerzen zurückzuführen. Wenn die Schmerzen jedoch von Fieber, Schwäche, Blutergüssen oder Gewichtsverlust begleitet werden, müssen sie unbedingt von einem Arzt untersucht werden.

Wir wünschen Ihnen gesunde Tage. Für Termine und detaillierte Informationen können Sie unsere Seite für Online-Termine der BHT CLINIC besuchen oder uns über unser Callcenter unter der Nummer 0850 811 34 00 erreichen.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken; wenden Sie sich für Diagnose und Behandlung unbedingt an Ihren Arzt.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.

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