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Bleiben Sie auf Reisen gesund: Vorsicht vor gefährlichen Krankheiten

Enfeksiyon Hastalıkları31. Oktober 20247 Min. Lesezeit
Bleiben Sie auf Reisen gesund: Vorsicht vor gefährlichen Krankheiten

Reisemedizin ist ein umfassendes Gebiet, das Ihnen hilft, Ihr körperliches Wohlbefinden zu erhalten, indem es medizinische Risiken vor, während und nach Ihrer Reise managt. Besonders bei Reisen in andere Klimazonen oder auf andere Kontinente ist es lebenswichtig, auf alles vorbereitet zu sein – von Infektionskrankheiten bis hin zu körperlichen Beschwerden wie Jetlag.

  • Planen Sie die notwendigen Impfungen in Absprache mit Ihrem Arzt mindestens vier Wochen vor der Abreise.
  • Recherchieren Sie im Voraus das Risiko für endemische Krankheiten wie Malaria oder Gelbfieber in Ihrem Zielgebiet.
  • Schützen Sie sich vor Magen-Darm-Infektionen, indem Sie nur Wasser aus verschlossenen Flaschen trinken und Hygieneregeln beachten.
  • Reduzieren Sie das Risiko von Thrombosen bei langen Flugreisen, indem Sie sich in der Kabine bewegen.
  • Packen Sie eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit Ihren persönlichen Medikamenten und grundlegenden Erste-Hilfe-Materialien.

Was ist Reisemedizin?

Die Reisemedizin ist ein medizinischer Ansatz, der sich mit allen Gesundheits- und Krankheitszuständen befasst, denen Menschen auf Geschäfts-, Urlaubs- oder Bildungsreisen begegnen. Da die Welt zunehmend zusammenwächst und interkontinentale Reisen immer einfacher werden, können sich leider auch Infektionskrankheiten schnell ausbreiten. Daher spielt die Reisemedizin nicht nur für den Schutz des Einzelnen, sondern auch für die öffentliche Gesundheit eine entscheidende Rolle.

Dieses Fachgebiet umfasst jedoch weitaus mehr als nur Infektionskrankheiten. Höhenkrankheit, Sonnenbrand, durch Klimaveränderungen bedingte Atemwegsprobleme und körperliche Verletzungen gehören ebenfalls zur Reisemedizin. Die Grundlage dieses Prozesses bildet die Planung individueller präventivmedizinischer Maßnahmen unter Berücksichtigung der Gesundheitsinfrastruktur des Ziellandes, möglicher Epidemien und der klimatischen Bedingungen.

Häufige Reisekrankheiten

Wenn Sie eine andere geografische Region betreten, wird Ihr Körper mit ungewohnten Mikroorganismen, klimatischen Bedingungen und körperlichen Herausforderungen konfrontiert. Dies birgt das Risiko für bestimmte Reisekrankheiten. Mit einfachen, aber wirkungsvollen Maßnahmen können Sie sich vor den meisten dieser Probleme schützen.

Reisedurchfall

Reisedurchfall ist das häufigste Gesundheitsproblem bei Reisenden und wird meist durch Bakterien und Parasiten in verunreinigtem Wasser oder unzureichend gekochten Lebensmitteln verursacht. Er äußert sich durch Magenkrämpfe, Übelkeit und häufigen wässrigen Stuhlgang. Um sich zu schützen, sollten Sie immer Wasser aus originalverschlossenen Flaschen trinken, auf Eiswürfel in Getränken verzichten und rohes Obst oder Gemüse, das nicht geschält werden kann, meiden. Die Sicherstellung, dass Speisen vollständig durchgegart sind, senkt das Risiko ebenfalls erheblich.

Malaria und Gelbfieber

Malaria und Gelbfieber, die durch Mücken übertragen werden, sind lebensbedrohliche Krankheiten, die vor allem in Teilen Afrikas, Südamerikas und Asiens vorkommen. Wenn Sie in diese Regionen reisen, sind Mückenschutzsprays (mit DEET), das Tragen langärmeliger, heller Kleidung und das Schlafen unter einem Moskitonetz grundlegende Schutzmaßnahmen. Eine medikamentöse Prophylaxe gegen Malaria und eine Gelbfieberimpfung sind unerlässlich.Jetlag und Höhenkrankheit

Flüge über mehrere Zeitzonen hinweg stören die biologische Uhr des Körpers, was zum sogenannten Jetlag führt. Dies verursacht Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche. Eine Anpassung des Schlafrhythmus an die Zielzeit vor dem Flug und reichliches Wassertrinken beschleunigen die Eingewöhnung. Die Höhenkrankheit hingegen tritt bei schnellem Aufstieg in Höhen über 2500 Metern auf und äußert sich durch Kopfschmerzen und Atemnot aufgrund des sinkenden Sauerstoffgehalts. Es ist wichtig, dem Körper Zeit zur Anpassung zu geben, schrittweise aufzusteigen und auf Alkoholkonsum zu verzichten.

Tiefe Venenthrombose (TVT)

Langes Sitzen, insbesondere bei Flug- oder Busreisen von mehr als vier Stunden, kann dazu führen, dass sich Blut in den Beinvenen staut und ein Gerinnsel (tiefe Venenthrombose) entsteht. Wenn dieses Gerinnsel in die Lunge gelangt, kann das tödliche Folgen haben. Alle zwei Stunden im Gang auf und ab zu gehen, die Knöchel im Sitzen kreisen zu lassen und viel Flüssigkeit zu trinken, sind die praktischsten Möglichkeiten, dieses Risiko zu vermeiden.

Vor der Reise erforderliche Impfungen

Der Erwerb einer Immunität gegen im Zielgebiet endemische Infektionen ist der wichtigste Schritt in der Reisemedizin. Da Reiseimpfungen Zeit benötigen, damit der Körper Antikörper bilden kann, sollten sie mindestens vier Wochen vor der Abreise geplant werden. Je nach Zielland, Reisedauer und aktuellem Gesundheitszustand der Person werden unterschiedliche Auslandsimpfungen empfohlen.

Die Gelbfieberimpfung ist eine Impfung, die für die Einreise in einige afrikanische und südamerikanische Länder mit einem internationalen Zertifikat obligatorisch ist. Darüber hinaus werden für Risikogebiete häufig Impfungen gegen Typhus, Hepatitis A, Hepatitis B, Tollwut und Meningokokken empfohlen. Neben Impfungen wird Ihr Arzt auch für Krankheiten wie Malaria, gegen die es keine Impfung gibt, die aber medikamentös verhindert werden können, ein präventives Behandlungsprotokoll einleiten.

Was gehört in die Reiseapotheke?

Auf unerwartete Situationen vorbereitet zu sein, verhindert, dass Ihr Urlaub oder Ihre Geschäftsreise zum Albtraum wird. Eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Reiseapotheke kann bei kleinen Verletzungen oder leichten Erkrankungen lebensrettend sein. Folgende grundlegende Dinge sollten unbedingt in Ihrer Tasche sein:

  • Regelmäßig eingenommene verschreibungspflichtige Medikamente (in der Originalverpackung und nach Möglichkeit mit einem englischsprachigen Rezept oder ärztlichen Attest).
  • Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente.
  • Von Ihrem Arzt empfohlene Medikamente gegen Durchfall und orale Rehydratationslösungen für das Risiko von Reisedurchfall.
  • Grundlegende Erste-Hilfe-Materialien wie Pflaster, sterile Mullbinden, antiseptische Lösung und elastische Binden.
  • Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zur Vorbeugung von Sonnenbrand und Mückenschutzsprays gegen Insektenstiche.

Reisetipps für Personen mit besonderen gesundheitlichen Bedingungen

Krebspatienten in Behandlung, organtransplantierte Patienten, Menschen mit chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Herzinsuffizienz, ältere Menschen und Säuglinge haben auf Reisen ein höheres Risiko. Personen in dieser Gruppe sollten unbedingt die Zustimmung ihres behandelnden Arztes einholen, bevor sie Reisepläne schmieden.

Beispielsweise dürfen Personen mit geschwächtem Immunsystem keine Lebendimpfstoffe erhalten. Daher müssen die Risiken der Zielregion vom Arzt noch sorgfältiger abgewogen werden. Es ist von größter Bedeutung, dass chronisch Kranke mehr Medikamente mitnehmen, als für die Dauer der Reise ausreichen, und dass sie im Voraus herausfinden, wo sich im Zielland im Notfall Gesundheitseinrichtungen befinden.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Bestimmte Symptome, die während oder nach einer Reise auftreten, können Vorboten einer schweren Infektion oder Komplikation sein. Leichte Müdigkeit oder eine kurzfristige Magenverstimmung verschwinden in der Regel durch Ausruhen. Wenn Sie jedoch eines der folgenden Warnsignale bemerken, sollten Sie umgehend eine Gesundheitseinrichtung aufsuchen:

  • Hartnäckiges und hohes Fieber, das insbesondere nach der Rückkehr aus einem Malariarisikogebiet auftritt.
  • Blutiger, schleimiger und schwerer Durchfall, der länger als drei Tage anhält.
  • Plötzlich auftretende Schwellung, Rötung und starke Schmerzen im Bein, insbesondere im Wadenbereich (Verdacht auf TVT).
  • Unerklärliche Hautausschläge, Gelbsucht oder starke Kopfschmerzen.

Wenn Sie nach einer Reise plötzlich auftretende Brustschmerzen, Atembeschwerden, Verwirrtheit oder ein Ohnmachtsgefühl verspüren, sollten Sie sofort den Notruf 112 wählen, da dies auf ein lebensbedrohliches Problem wie eine Lungenembolie hinweisen kann.

Der reisemedizinische Prozess in der BHT CLINIC

Als BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi stehen wir Ihnen zur Seite, um sicherzustellen, dass Ihre Reisen sicher und gesund verlaufen. In unserer Abteilung für Infektionskrankheiten und Klinische Mikrobiologie wird Ihr notwendiger Impfplan entsprechend der Risikokarte Ihres Ziellandes erstellt und Ihre präventiven medikamentösen Behandlungen werden geplant.

Mit unserem Expertenteam und voll ausgestatteten Laboren bieten wir auch bei fieberhaften Erkrankungen oder Infektionen des Verdauungssystems, die nach Ihrer Rückkehr auftreten können, schnelle Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. In Notfällen können Sie sich an unsere rund um die Uhr (24/7) geöffnete Notaufnahme wenden oder einen Termin vereinbaren, um sich vor der Reise von unseren Ärzten beraten zu lassen.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange vor der Abreise sollten Reiseimpfungen durchgeführt werden?

Impfstoffe benötigen eine gewisse Zeit, um ausreichend Antikörper im Körper zu bilden und vollen Schutz zu bieten. Daher wird empfohlen, Reiseimpfungen mindestens vier bis sechs Wochen vor der Abreise durchzuführen.

Worauf sollte ich achten, um Reisedurchfall zu vermeiden?

Die wichtigste Regel ist, kein Wasser zu trinken, dessen Herkunft Sie nicht kennen. Sie sollten nur Wasser aus originalverschlossenen Flaschen trinken, auf Eis in Ihren Getränken verzichten und sich von offenen Lebensmitteln und rohem Gemüse fernhalten, die auf der Straße verkauft werden.

Können Schwangere Reiseimpfungen für das Ausland erhalten?

Die Verabreichung einiger Lebendimpfstoffe (z. B. Gelbfieber) während der Schwangerschaft kann riskant sein. Viele inaktive (Tot-)Impfstoffe sind jedoch sicher. Schwangere mit Reiseplänen sollten ihre Entscheidung unbedingt in Absprache mit Gynäkologen und Infektiologen treffen.

Wie beuge ich einer tiefen Venenthrombose auf Flugreisen vor?

Um die Durchblutung auf langen Flügen zu unterstützen, stehen Sie alle 1-2 Stunden auf und gehen Sie im Gang auf und ab. Bewegen Sie Ihre Knöchel im Sitzen, trinken Sie viel Wasser und vermeiden Sie es, die Beine übereinanderzuschlagen.

Was soll ich tun, wenn ich nach der Reise Fieber bekomme?

Wenn Sie in den Wochen oder Monaten nach der Rückkehr aus einer Region, in der tropische oder endemische Krankheiten weit verbreitet sind, Fieber bekommen, sollten Sie die Situation nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenden Sie sich umgehend an einen Spezialisten für Infektionskrankheiten und weisen Sie unbedingt darauf hin, dass Sie kürzlich gereist sind.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken; wenden Sie sich für Diagnose und Behandlung unbedingt an Ihren Arzt.

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihre Beschwerden anhalten

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.

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