Wie man Sonnencreme richtig auswählt und anwendet: Ein umfassender Ratgeber

Die richtige Anwendung von Sonnencreme ist der effektivste und zuverlässigste Weg, um die Haut vor den schädlichen Auswirkungen der Ultraviolett- (UV-) Strahlung zu schützen. Mindestens zwanzig Minuten bevor Sie in die Sonne gehen, sollten Sie eine ausreichende Menge eines auf Ihren Hauttyp abgestimmten Breitband-Sonnenschutzmittels auftragen und gut einziehen lassen. Um einen wirksamen Schutz aufrechtzuerhalten, müssen Sie die Creme alle zwei Stunden erneuern – insbesondere nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen. Wie die Experten der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi betonen, erfordert der Schutz vor Sonnenschäden nicht nur physikalische Maßnahmen, sondern auch große Sorgfalt bei der Auswahl der richtigen Sonnencreme.
Kurz gesagt:
- Tragen Sie Ihren Sonnenschutz 20 Minuten vor dem Rausgehen auf die Haut auf.
- Verwenden Sie für Gesicht und Hals eine ausreichende Menge nach der "Zwei-Finger-Regel".
- Erneuern Sie die Creme alle 2 Stunden sowie sofort nach dem Schwitzen oder Schwimmen, um den Schutz aufrechtzuerhalten.
- Wählen Sie Produkte mit mindestens LSF 30 (Lichtschutzfaktor) und einem Breitbandschutz (UVA- und UVB-Schutz).
- Vergessen Sie nicht, dass UV-Strahlen Ihre Haut auch an bewölkten Tagen und im Schatten erreichen können.
Welche Vorteile bietet die Verwendung von Sonnencreme?
Sonnencreme zu einem festen Bestandteil Ihrer täglichen Hautpflegeroutine zu machen, ist einer der wertvollsten Schritte zur Erhaltung der Hautgesundheit. Experten zufolge hilft die regelmäßige Anwendung von Sonnencreme, das Hautkrebsrisiko deutlich zu senken. Längere und ungeschützte Sonneneinstrahlung kann die DNA-Struktur der Hautzellen schädigen und so das Krebsrisiko erhöhen. Mit der richtigen Anwendung von Sonnencreme können Sie diesen zellulären Schäden jedoch effektiv vorbeugen.
Die schädlichen UV-Strahlen der Sonne sind die Hauptursache für vorzeitige Hautalterung (Photoaging). UVA-Strahlen dringen bis in die unteren Hautschichten ein und schädigen dort die Kollagen- und Elastinfasern. Die Verwendung von Sonnencreme verhindert die Entstehung von feinen Linien, tiefen Falten und Sonnenflecken und hilft Ihrer Haut, jugendlich, elastisch und gesund zu bleiben. Gleichzeitig beugt sie schmerzhaften Sonnenbränden vor, die durch UVB-Strahlen verursacht werden. Um zu verhindern, dass Ihre Haut verbrennt, sich rötet oder pellt, wenn Sie der Sonne ausgesetzt sind, macht es einen großen Unterschied, das ganze Jahr über Sonnenschutz zu tragen. Für ein noch strahlenderes und gesünderes Hautbild können Sie auch einen Blick auf unseren Artikel Pflegetipps für eine glatte und strahlende Haut werfen.
Sonnencreme kaufen: Worauf sollten Sie bei der Auswahl achten?
Die Antwort auf die Frage, worauf man beim Kauf einer Sonnencreme für einen wirksamen Schutz achten sollte, liegt im richtigen Lesen des Produktetiketts. Das erste Detail, auf das Sie achten sollten, ist, dass das Produkt ein Breitbandspektrum (Broad Spectrum) abdeckt. Breitband-Sonnencremes wirken als Schutzschild sowohl gegen UVB-Strahlen, die Sonnenbrand verursachen, als auch gegen UVA-Strahlen, die zu vorzeitiger Hautalterung führen. Auf diese Weise schützen Sie Ihre Haut umfassend.
Je höher der LSF (Lichtschutzfaktor bzw. SPF) des Sonnenschutzmittels ist, desto höher ist die Sonnenschutzkapazität Ihrer Haut. Im Allgemeinen werden für den täglichen Gebrauch Sonnencremes mit LSF 30 und höher empfohlen. LSF 30 blockiert etwa 97 Prozent der UVB-Strahlen, während LSF 50 ganze 98 Prozent abwehrt. Bei der Auswahl des Produkts sollten Sie Cremes meiden, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist oder die lange der Sonne ausgesetzt waren und deren Textur sich verändert hat. Wenn Sie Ihre gekauften Produkte an einem kühlen, geschlossenen Ort und fern von Hitze aufbewahren, behalten sie ihre schützenden Eigenschaften wie am ersten Tag. Wenn sich die Konsistenz der Creme getrennt hat oder sich ihr Geruch verändert hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie ihre Schutzwirkung verloren hat.
Das richtige Produkt für Ihren Hauttyp
Die Wahl einer Sonnencreme, die zu Ihrem Hauttyp passt, spielt eine entscheidende Rolle, damit Sie das Produkt auch gerne und regelmäßig verwenden. Wenn Sie fettige oder zu Akne neigende Haut haben, können Sie nicht-komedogene (die Poren nicht verstopfende), wasserbasierte und leichte Formeln mit mattem Finish wählen. Für trockene Haut sind feuchtigkeitsspendende Sonnenschutzmittel in Cremeform mit Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure oder Ceramiden ideal. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie den Feuchtigkeitshaushalt Ihrer Haut im Gleichgewicht halten, lesen Sie unseren Ratgeber Wählen Sie die richtigen Produkte zur Hautbefeuchtung. Bei empfindlicher und zu Rötungen neigender Haut minimieren parfüm- und alkoholfreie Produkte mit mineralischen Filtern das Risiko von Hautirritationen.
Wie wird Sonnencreme richtig aufgetragen?
Die richtige Anwendung der Sonnencreme ist mindestens genauso wichtig wie die Wahl des richtigen Produkts. Sie sollten den Sonnenschutz mindestens zwanzig Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auftragen und sorgfältig einmassieren. Diese Zeit ist notwendig, damit die Creme von der Haut aufgenommen wird und die Schutzbarriere aktiv werden kann. Wenn Sie Make-up tragen, sollten Sie die Sonnencreme vor der Make-up-Grundierung (Primer) auftragen und einige Minuten warten, bis die Haut die Creme aufgenommen hat. Der häufigste Fehler bei der Anwendung ist es, zu wenig Creme aufzutragen. Wenn Sie Produkte in Sprayform verwenden, sollten Sie diese nicht nur aufsprühen, sondern anschließend mit der Hand gleichmäßig auf der Haut verteilen.
Besonderes Augenmerk sollten Sie auf Bereiche legen, die meist unbedeckt sind und schnell verbrennen, wie Gesicht, Hals, die oberen Teile der Ohren, der Nacken und der Fußrücken. Auch Ihre Lippen und den Nasenrücken können Sie mit speziellen Lippenbalsamen oder Sonnenschutz-Sticks mit LSF 50 schützen. Die Wirkung von Sonnenschutzmitteln hält im Durchschnitt zwei Stunden an. Deshalb sollten Sie das Produkt regelmäßig erneuern, solange Sie sich im Freien aufhalten, insbesondere direkt nach dem Schwitzen, Schwimmen oder Abtrocknen mit dem Handtuch.
Zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor schädlicher Sonnenstrahlung
Sonnencreme allein bietet keinen vollständigen Schutz; sie muss durch physikalische Maßnahmen ergänzt werden. Vermeiden Sie es, wenn möglich, sich zwischen 11:00 und 16:00 Uhr im Freien aufzuhalten, da die schädlichen Sonnenstrahlen in dieser Zeit im steilsten Winkel auf die Erde treffen. Wenn Sie zu diesen Zeiten draußen sein müssen, schützen Sie Ihr Gesicht und Ihre Augen durch breitkrempige Hüte und Sonnenbrillen mit UV-Schutz.
Auch die Wahl Ihrer Kleidung hat einen großen Einfluss auf den Sonnenschutz. Dunkle und dicht gewebte Kleidung blockiert die Sonnenstrahlen besser als helle und dünne Stoffe. Die schädlichen Strahlen der Sonne können auch leicht durch Wolken dringen, weshalb Sie auch an bewölkten Tagen nicht auf Sonnenschutz verzichten sollten. Ebenso können Sonnenstrahlen von Oberflächen wie Sand, Wasser oder Schnee reflektiert werden und so auch in den Schatten gelangen. Selbst wenn Sie im Schatten sitzen, sollten Sie Ihren Sonnenschutz regelmäßig erneuern. Wenn Sie im Sommer Zeit im Freien verbringen, müssen Sie Ihre Haut möglicherweise nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor Insekten und Mücken schützen. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie in unserem Artikel Was hilft gegen Mückenstiche?.
Besondere Situationen und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Leichte Sonnenbrände lassen sich in der Regel zu Hause mit kühlen Kompressen, reichlich Flüssigkeitszufuhr und aloe-vera-haltigen Feuchtigkeitscremes lindern. Wenn sich jedoch großflächige, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen (Bullen) auf der Haut bilden oder die Verbrennung von starken Schmerzen, hohem Fieber, Schüttelfrost, Schwindel oder Übelkeit begleitet wird, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen oder in schweren Notfällen den Rettungsdienst (112) rufen. Diese Symptome können Anzeichen für einen Hitzschlag oder eine Verbrennung zweiten Grades sein. Wenn Sie außerdem eine Asymmetrie, Farbveränderung, ein Wachstum oder eine Blutung bei Ihren Muttermalen bemerken, sollten Sie unbedingt eine dermatologische Untersuchung veranlassen.
Bestimmte systemische Erkrankungen und Medikamente können die Sonnenempfindlichkeit der Haut drastisch erhöhen. So können beispielsweise bestimmte Wirkstoffe, die bei der Behandlung von Krankheiten wie Anämie, Leukämie oder Gerinnungsstörungen eingesetzt werden, die Haut anfälliger für UV-Strahlen machen. Für die Diagnose und Behandlung solcher Bluterkrankungen können Sie sich an unsere Spezialisten in der Abteilung für Hämatologie wenden. In unseren hochmodernen Laboren sichern wir Ihre Gesundheit ab und bieten Ihnen umfassende Unterstützung, wie Sie Ihre Hautgesundheit während des Behandlungsprozesses schützen können.
Hautgesundheit und Behandlung von Sonnenbrand in der BHT CLINIC
Als BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi stehen wir Ihnen mit unserem Expertenteam zur Seite, um Ihre Hautgesundheit zu schützen und mögliche Schäden zu behandeln. In unserer dermatologischen Abteilung ermitteln wir die für Ihren Hauttyp am besten geeigneten Sonnenschutzmethoden und bewerten das Hautkrebsrisiko durch ein detailliertes Muttermal-Screening mit digitalen Dermatoskopie-Geräten. Im Bewusstsein, dass eine frühzeitige Diagnose Leben rettet, untersuchen wir jede verdächtige Veränderung auf Ihrer Haut mit größter Sorgfalt.
In Fällen, die ein sofortiges Eingreifen erfordern, wie schwere Sonnenbrände, Hitzschlag oder allergische Reaktionen, greift unsere 24/7-Notaufnahme (Acil Servis) schnell ein. In unserem Krankenhaus werden je nach Schweregrad der Verbrennungen medizinische Verbände, Flüssigkeitsersatztherapien und Schmerzmanagement von unseren professionellen Teams durchgeführt. Um Ihre Hautgesundheit zu schützen, Routinekontrollen durchführen zu lassen oder Lösungen für Ihre Hautprobleme zu finden, können Sie sofort einen Termin vereinbaren. Für detaillierte Informationen und die Terminvereinbarung besuchen Sie bitte unsere Terminseite.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann sollte man Sonnencreme auftragen?
Sonnencreme sollte mindestens 20 Minuten vor dem Sonnenbad auf die saubere, trockene Haut aufgetragen werden. Diese Zeit ist notwendig, damit die Creme vollständig von der Haut aufgenommen wird und der Schutzschild gegen UV-Strahlen aktiv wird. Während des Aufenthalts im Freien sollte sie alle zwei Stunden erneuert werden.
Was ist die Zwei-Finger-Regel und wie wird sie angewendet?
Die Zwei-Finger-Regel ist eine praktische Methode, um die richtige Menge an Sonnencreme abzumessen. Wenn Sie die Sonnencreme in zwei Streifen entlang der Länge Ihres Zeige- und Mittelfingers ausdrücken, erhalten Sie genau die Menge, die den idealen Schutz für Ihr Gesicht und Ihren Hals bietet.
Was sind die Unterschiede zwischen chemischen und physikalischen (mineralischen) Filtern?
Physikalische (mineralische) Filter bilden eine Barriere auf der Hautoberfläche und reflektieren und streuen die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel. Chemische Filter hingegen dringen in die Haut ein, absorbieren die UV-Strahlen, wandeln sie in Wärme um und sorgen so dafür, dass sie vom Körper abgeleitet werden.
Wie verwendet man Sonnencreme bei Babys und Kindern?
Da die Haut von Babys unter sechs Monaten sehr dünn ist, sollten sie keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden und Sonnencreme sollte nicht ohne ärztliche Zustimmung verwendet werden. Für Babys über sechs Monate und Kinder sollten rein mineralische, speziell für die empfindliche Kinderhaut formulierte pädiatrische Sonnencremes gewählt werden.
Muss man auch bei bewölktem Wetter Sonnencreme auftragen?
Ja, auch an trüben und bewölkten Tagen ist das Auftragen von Sonnencreme notwendig. Ein Großteil der schädlichen UV-Strahlen der Sonne – bis zu 80 Prozent – kann die Wolken durchdringen und Ihre Haut erreichen. Daher sollte tagsüber unabhängig vom Wetter immer ein Sonnenschutz verwendet werden.
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken. Für eine Diagnose und Behandlung wenden Sie sich bitte stets an Ihren Arzt.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.
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