Augenheilkunde

Nierensteine im Sommer: Symptome, Diagnose und Behandlung

Üroloji26. August 20246 Min. Lesezeit
Nierensteine im Sommer: Symptome, Diagnose und Behandlung

Im Sommer wird die Bildung von Nierensteinen durch steigende Temperaturen und den damit verbundenen Flüssigkeitsverlust durch starkes Schwitzen deutlich beschleunigt. Wenn der Körper dehydriert, konzentriert sich der Urin, was die Kristallisation von Mineralien wie Kalzium und Oxalat begünstigt. Dies führt gerade in den heißen Monaten zu einem spürbaren Anstieg der Notaufnahmen wegen Nierensteinbeschwerden.

  • Flüssigkeitsverlust (Dehydratation) im Sommer erhöht das Nierensteinrisiko direkt.
  • Starke Flankenschmerzen, Übelkeit und Blut im Urin sind die häufigsten Symptome.
  • Der Goldstandard bei der Diagnose ist die Computertomographie (CT) ohne Kontrastmittel.
  • Je nach Steingröße werden Schallwellen (ESWL) oder minimal-invasive Operationen (URS, PNL) zur Behandlung bevorzugt.
  • Täglich 2,5 bis 3 Liter Wasser zu trinken, ist der effektivste Weg, um der Steinbildung vorzubeugen.

Was sind Nierensteine?

Mineralien wie Kalzium, Oxalat und Harnsäure, die normalerweise gelöst im Urin vorkommen, können mit der Zeit auskristallisieren und harte Gebilde formen – die sogenannten Nierensteine. Eigentlich ist dies ein mechanisches Problem, das durch eine abnormale Ausscheidung oder Aufnahme von Mineralien im Körper entsteht. Im Anfangsstadium sind diese Kristalle mikroskopisch klein, was umgangssprachlich oft als Nierengrieß bezeichnet wird.

Wenn nicht ausreichend Flüssigkeit aufgenommen wird, verbinden sich diese winzigen Körnchen zu millimeter- oder zentimetergroßen, harten Steinen. Obwohl sie in jeder Altersgruppe auftreten können, sind Erwachsene zwischen 30 und 50 Jahren besonders häufig betroffen. Bei Männern ist das Risiko für Nierensteine etwas höher als bei Frauen. Die Steine können entweder im Nierenbecken verbleiben oder in den Harnleiter (Ureter) wandern und dort den Urinfluss blockieren.

Warum treten Nierensteine im Sommer häufiger auf?

Der Hauptgrund für die Zunahme von Nierensteinfällen im Sommer ist das starke Schwitzen bei heißem Wetter und der daraus resultierende, oft unbemerkte Flüssigkeitsverlust. Wenn Sie schwitzen, um die Körpertemperatur zu regulieren, und gleichzeitig nicht genug Wasser trinken, verringert sich die Flüssigkeitsmenge, die die Nieren erreicht. Dadurch nimmt die Urinmenge ab, während die Konzentration an Salzen und Mineralien steigt. Dieser konzentrierte Urin schafft ein ideales Umfeld, in dem sich Kristalle aneinanderlagern können.

Besonders während des Sommerurlaubs an der türkischen Küste – sei es bei langen Sonnenbädern oder körperlicher Anstrengung am Strand – vergrößert sich das Flüssigkeitsdefizit schnell. Wenn Sie nach anstrengenden Aktivitäten, wie sie in unseren Tipps Yaz sıcaklarında formda ve zinde kalın (Fit und vital bleiben in der Sommerhitze) beschrieben werden, statt Wasser säure- oder zuckerhaltige Getränke konsumieren, vervielfacht sich das Risiko. Eine familiäre Vorbelastung, übermäßiger Salzkonsum, eine Ernährung mit viel tierischem Eiweiß und bestimmte Stoffwechselerkrankungen wirken im Sommer ebenfalls als Auslöser.

Was sind die Symptome von Nierensteinen?

Die Symptome von Nierensteinen variieren je nach Lage und Größe des Steins sowie danach, ob er eine Blockade im Harnweg verursacht. Während kleine Steine, die fest in der Niere sitzen, oft gar keine Beschwerden verursachen, beginnen heftige Krämpfe, sobald ein Stein in den Harnleiter (Ureter) wandert. Dieser Schmerz beginnt meist im unteren Rücken, direkt unter den Rippen, und strahlt in die Leistengegend und den Unterbauch aus.

Der Schmerz tritt in Wellen auf und lässt auch bei einem Positionswechsel nicht nach. Durch die Reizung der Harnwege kann es zu einer rosa, roten oder braunen Verfärbung des Urins (Blut im Urin) kommen. Wenn der Stein den Urinfluss blockiert, kann dies zu einer Stauungsniere (Hydronephrose) führen, was starke Übelkeit und Erbrechen auslöst. Zudem sind häufiger Harndrang, ein brennendes Gefühl beim Wasserlassen und eine verringerte Urinmenge typische Anzeichen.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Diagnose von Nierensteinen beginnt mit einer ausführlichen Patientenanamnese und einer körperlichen Untersuchung durch den Arzt. Bei der Untersuchung ist ein plötzlicher, starker Schmerz, wenn leicht auf den Rückenbereich in Höhe der Nieren (kostovertebraler Winkel) geklopft wird, ein starkes Indiz für einen Nierenstein. Für eine genaue Diagnose und Behandlungsplanung sind jedoch bildgebende Verfahren erforderlich.

Die Ultraschalluntersuchung ist die erste Wahl, besonders bei Schwangeren und Kindern, da sie keine Strahlung abgibt und sicher ist. Allerdings kann der Ultraschall Steine, die bereits in den Harnleiter gewandert sind, oft nicht ausreichend darstellen. Röntgenbilder können zwar einige Kalziumsteine zeigen, liefern aber keine genauen Informationen über die Anatomie des Steins. Der Goldstandard in der modernen Medizin ist die Computertomographie (CT) ohne Kontrastmittel. Die CT zeigt die genaue Lage, die millimetergenaue Größe, den Härtegrad des Steins und die Beziehung zum umliegenden Gewebe perfekt an und ermöglicht so eine fundierte chirurgische Entscheidung.

Behandlungsmethoden bei Nierensteinen

Die Behandlung von Nierensteinen wird individuell geplant und hängt vom Alter des Patienten, seinem allgemeinen Gesundheitszustand sowie der Größe, Härte und Lage des Steins ab. Unser Urologie-Spezialist Op. Dr. Abubekir Böyük weist darauf hin, dass auch die Einnahme von Blutverdünnern ein kritischer Faktor im Behandlungsprozess ist. Für Steine, die nicht von selbst abgehen können, stehen folgende moderne Behandlungsmethoden zur Verfügung:

  • ESWL (Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie): Wird meist bei Steinen unter 2 cm bevorzugt. Dabei werden von außen Stoßwellen auf den Stein gerichtet, um ihn zu Grieß zu zertrümmern. Es ist keine Narkose oder ein chirurgischer Schnitt erforderlich. Für Patienten, die Blutverdünner einnehmen, sowie für Schwangere ist diese Methode jedoch nicht geeignet.
  • URS (Ureterorenoskopie - Minimal-invasive Nierenstein-OP): Wird bei Steinen im Harnleiter oder in der Niere (Flexible URS) eingesetzt. Über die Harnwege wird mit sehr feinen endoskopischen Instrumenten samt Kamera vorgegangen. Der Stein wird mit Hilfe eines Lasers zertrümmert oder im Ganzen entfernt. Es gibt keine Schnitte am Körper, und die Erholungszeit ist sehr kurz.
  • PNL (Perkutane Nephrolitholapaxie): Kommt bei Steinen über 2 cm zum Einsatz, die zu groß oder zu hart für ESWL oder URS sind. Über einen kleinen Schnitt von etwa 1 bis 1,5 cm im Rücken des Patienten wird ein Röhrchen in die Niere eingeführt. Mit speziellen Instrumenten (Nephroskop) wird die Niere von innen betrachtet, die Steine werden mit Laser- oder pneumatischen Lithotriptern zerkleinert und aus dem Körper entfernt.

Wie man Nierensteinen im Sommer vorbeugt

Die wichtigste Regel zur Vorbeugung von Nierensteinen im Sommer lautet, den erhöhten Flüssigkeitsverlust richtig auszugleichen. Wenn Sie nicht an chronischer Herz- oder Niereninsuffizienz leiden, die eine Flüssigkeitsbeschränkung erfordert, sollten Sie im Sommer täglich mindestens 2,5 bis 3 Liter sauberes Trinkwasser zu sich nehmen. Die praktischste Methode, um zu überprüfen, ob Sie genug trinken, ist die Farbe Ihres Urins: Er sollte hellgelb oder fast wasserklar sein.

Auch die Ernährungsgewohnheiten spielen eine große Rolle bei der Vorbeugung. Gemäß den Empfehlungen in Yazın meyve tüketiminde denge sanatı (Die Kunst des ausgewogenen Obstkonsums im Sommer) ist es wichtig, oxalatreiche Früchte wie Erdbeeren und Feigen nur in Maßen zu genießen. Vermeiden Sie es, Speisen zusätzlich zu salzen, und schränken Sie den Verzehr von verarbeitetem Fleisch sowie übermäßigem tierischem Eiweiß ein. Natürliche, citrathaltige Getränke wie selbstgemachte Limonade können helfen, die Kristallisation und damit die Steinbildung zu verhindern.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Jeder Verdacht auf Nierensteine erfordert eine medizinische Abklärung. Während kleine Steine mit viel Flüssigkeit und Schmerzmitteln oft zu Hause abgehen können, deuten bestimmte Symptome auf einen medizinischen Notfall hin. Wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Warnsignale bemerken, sollten Sie umgehend eine Gesundheitseinrichtung aufsuchen oder den Notruf 112 wählen:

  • Unerträglich starke, krampfartige Flanken- und Rückenschmerzen
  • Hohes Fieber ab 38 Grad und Schüttelfrost in Verbindung mit den Schmerzen
  • Sichtbares, intensiv rotes Blut oder Blutklumpen im Urin
  • Unfähigkeit, Flüssigkeit bei sich zu behalten, aufgrund von starker Übelkeit und anhaltendem Erbrechen
  • Ständiger Harndrang, ohne dass Wasser gelassen werden kann (Anurie)

Der Ablauf in der BHT CLINIC

Wenn Sie sich mit Nierensteinbeschwerden an unser Krankenhaus wenden, werden die Diagnose- und Behandlungsprozesse von unserem erfahrenen Fachärzteteam der Urologie sorgfältig durchgeführt. In Notfällen wie einer schweren Nierenkolik leistet unsere rund um die Uhr (24/7) geöffnete Notaufnahme Erste Hilfe, sorgt für eine schnelle Schmerzkontrolle und plant umgehend die notwendigen radiologischen Untersuchungen.

In der Poliklinik führt unser Urologie-Spezialist Op. Dr. Abubekir Böyük gemeinsam mit seinem erfahrenen Team eine detaillierte Untersuchung durch und nutzt dabei modernste technische Infrastruktur. Je nach Größe und Lage des Steins wird die am besten geeignete Behandlungsoption ermittelt, und Sie werden transparent über den Ablauf informiert. Um Ihre Behandlung zu planen oder detaillierte Informationen zu erhalten, können Sie ganz einfach über unsere Termin-Seite buchen oder uns über unser Callcenter erreichen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie geht ein Nierenstein ab?

Kleine Nierensteine (meist unter 5 mm) können mit Hilfe von viel Wassertrinken, einem aktiven Lebensstil und vom Arzt verschriebenen muskelentspannenden Medikamenten von selbst über die Harnwege abgehen. In dieser Zeit werden die Symptome mit Schmerzmitteln kontrolliert.

Wie lange dauert eine minimal-invasive Nierenstein-OP?

Eine minimal-invasive Nierensteinoperation (URS oder Flexible URS) dauert je nach Größe, Härte und Lage des Steins in der Regel zwischen 45 Minuten und 1,5 Stunden. Die Patienten werden meist am selben Tag oder nach einer Nacht im Krankenhaus entlassen.

Was hilft gegen Nierensteinschmerzen?

Um Nierensteinschmerzen zu Hause zu lindern, kann eine Wärmflasche auf der schmerzenden Stelle oder eine warme Dusche helfen, die Muskeln zu entspannen und Erleichterung zu verschaffen. Für eine dauerhafte Lösung ist jedoch die Einnahme geeigneter, vom Arzt verschriebener Schmerzmittel unerlässlich.

Können Nierensteine wiederkommen?

Ja, Nierensteine neigen dazu, wiederzukehren. Bei etwa der Hälfte der Patienten, die ihren ersten Stein ausgeschieden haben oder operiert wurden, bilden sich innerhalb von 5 bis 10 Jahren neue Steine, wenn Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten nicht angepasst werden.

Hilft Biertrinken beim Abgang von Nierensteinen?

Obwohl der Glaube weit verbreitet ist, dass das Trinken von Bier beim Ausscheiden von Nierensteinen hilft, ist dies medizinisch nicht korrekt. Alkohol erhöht zwar die Urinmenge, führt aber gleichzeitig zu einem Flüssigkeitsverlust (Dehydratation) im Körper, was langfristig das Risiko der Steinbildung sogar erhöhen kann. Die gesündeste Flüssigkeitsquelle bleibt sauberes Trinkwasser.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken; für eine genaue Diagnose und Behandlung wenden Sie sich bitte unbedingt an Ihren Arzt.

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihre Beschwerden anhalten

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.

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