Hämatologie

Hauterkrankungen im Sommer und ihre Behandlung

Dermatoloji16. Juli 20246 Min. Lesezeit
Hauterkrankungen im Sommer und ihre Behandlung

Dieser Inhalt wurde von den Fachärzten für Dermatologie der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi geprüft und freigegeben, um höchste medizinische Zuverlässigkeit (E-E-A-T) zu gewährleisten.

Hauterkrankungen im Sommer sind juckende, gerötete oder schmerzhafte Beschwerden, die durch steigende Temperaturen, intensive Sonneneinstrahlung und hohe Luftfeuchtigkeit auf der Hautoberfläche entstehen. Insbesondere Sonnenbrand, Hitzepickel (Miliaria), Pilzinfektionen und trockene Haut gehören in dieser Zeit zu den häufigsten Problemen. Mit einfachen, frühzeitigen Vorsichtsmaßnahmen und der richtigen Hautpflegeroutine lässt sich der Großteil dieser Beschwerden jedoch gut vermeiden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Sonnenbrand äußert sich durch Rötungen, Blasenbildung und starke Schmerzen.
  • Hitzepickel sind juckende, rote Bläschen, die an heißen Tagen durch verstopfte Schweißporen entstehen.
  • Nasse Böden an Pools und Stränden erhöhen das Risiko einer Ansteckung mit Pilzinfektionen.
  • Um die austrocknende Wirkung von Salz- und Chlorwasser zu verhindern, sollten Sie nach dem Schwimmen unbedingt mit Süßwasser duschen.
  • Bei anhaltenden Hautausschlägen und Anzeichen einer Infektion sollten Sie umgehend einen Dermatologen aufsuchen.

Welche Hauterkrankungen treten im Sommer häufig auf?

Steigende Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung und vermehrtes Schwitzen schwächen im Sommer die Hautbarriere und bereiten den Boden für verschiedene Erkrankungen. Häufige sommerliche Hauterkrankungen entstehen meist durch äußere Einflüsse, allergische Reaktionen oder Mikroorganismen. Die Eröffnung der Bade- und Poolsaison erhöht das Infektionsrisiko deutlich, besonders wenn an Gemeinschaftsorten Hygienemängel bestehen.

Menschen mit heller Haut, Babys, ältere Menschen und Allergiker gehören in dieser Zeit zur höchsten Risikogruppe. Auch Personen mit chronischen Erkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem sind anfälliger für Hautinfektionen. Plötzlich auftretende Rötungen, Ausschläge oder Farbveränderungen der Haut sind nicht immer nur harmlose Sommerbeschwerden. In manchen Fällen können unerklärliche Blutergüsse oder Ausschläge auch Vorboten von Bluterkrankungen sein. Bei Bedarf kann daher eine multidisziplinäre Beurteilung in Zusammenarbeit mit unserer Abteilung für Hämatologie erforderlich sein.

Sonnenbrand und Sonnenflecken

Ein Sonnenbrand ist eine akute Hautschädigung, die durch lange und ungeschützte Einwirkung von Ultraviolettstrahlung (UV-Strahlung) entsteht. Meist beginnt er einige Stunden nach dem Sonnenbad mit Rötung, Überwärmung und Empfindlichkeit der Haut. Bei Menschen, die sich beruflich oder im Urlaub während der heißesten Stunden des Tages im Freien aufhalten – etwa an den sonnenreichen Küsten der Türkei –, entwickelt sich dies viel schneller und heftiger.

Symptome und Stadien des Sonnenbrands

Die Symptome eines Sonnenbrands variieren je nach Schweregrad der Schädigung. Bei Verbrennungen ersten Grades ist lediglich eine oberflächliche Rötung und ein leichter Schmerz zu spüren. Bei Verbrennungen zweiten Grades ist das Bild ernster: Auf der Hautoberfläche bilden sich flüssigkeitsgefüllte Bläschen (Bulla), begleitet von starken und pochenden Schmerzen. In den folgenden Tagen platzen diese Bläschen oft, was zu Krustenbildung und dem Abschälen der Haut führt.

Wie wird man Sonnenflecken los?

Sonnenflecken sind braune Flecken, die sich im Laufe der Jahre durch kumulierte Sonnenschäden meist auf Wangen, Nase, Stirn und Schultern bilden, insbesondere bei hellhäutigen Menschen. Diese sommersprossenähnlichen Flecken sind dauerhaft und verschwinden nicht von selbst. Zur Behandlung setzen Dermatologen chemische Peelings, Lasertherapien und medizinische aufhellende Cremes ein. Die beste Methode ist jedoch die Vorbeugung: die regelmäßige Anwendung von Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor, bevor die Flecken überhaupt entstehen.

Allergische Reaktionen und Hitzepickel

Die Frühlings- und Sommermonate können für Allergiker aufgrund des Pollenflugs und der intensiven Sonneneinstrahlung sehr belastend sein. Neben Atemwegsallergien wie Heuschnupfen werden in dieser Zeit auch Allergiearten, die sich direkt auf der Haut zeigen, häufig ausgelöst.

Sonnenallergie

Eine Sonnenallergie ist eine anormale Immunantwort der Haut auf Sonnenlicht. An den der Sonne ausgesetzten Stellen entstehen innerhalb von Minuten oder Stunden juckende, rote Ausschläge und Quaddeln. Um dem vorzubeugen, sollte mindestens zwanzig Minuten vor dem Hinausgehen eine Breitband-Sonnencreme aufgetragen und dieser Vorgang im Laufe des Tages häufig wiederholt werden.

Wie entstehen Hitzepickel?

Hitzepickel (Miliaria) entstehen, wenn sich Schweiß unter der Haut staut, weil die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen verstopft sind – besonders bei extrem heißem und feuchtem Wetter. Sie treten häufig bei Babys und Kindern auf, können aber auch bei Erwachsenen vorkommen, die synthetische Kleidung tragen und stark schwitzen. Hitzepickel zeigen sich als stecknadelkopfgroße, rote, juckende Bläschen an Hals, Brust, Rücken und in den Hautfalten. Das Tragen von enger, luftundurchlässiger Kleidung sowie die Verwendung dicker Make-up-Schichten erhöhen das Risiko deutlich.

Trockene Haut und Pilzinfektionen

Häufiges Duschen im Sommer sowie der Kontakt mit gechlortem Poolwasser und salzigem Meerwasser schwächen die natürliche Feuchtigkeitsbarriere der Haut. Dies führt zu trockener Haut, die durch Spannungsgefühle, Schuppung und starken Juckreiz gekennzeichnet ist.

Hautpflege im Sommer

Die Hautpflege im Sommer sollte darauf abzielen, der Haut die verlorene Feuchtigkeit zurückzugeben und sie vor den schädlichen Auswirkungen der Sonne zu schützen. Nach dem Schwimmen im Meer oder Pool sollten Sie unbedingt mit Süßwasser duschen, um den Körper von Salz und Chlor zu befreien. Das Auftragen einer leichten, wasserbasierten Feuchtigkeitscreme auf die noch leicht feuchte Haut nach dem Duschen unterstützt die Barrierefunktion. Zudem ist es wichtig, den Körper auch von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen, indem Sie täglich mindestens 2,5 bis 3 Liter Wasser trinken.

Vorbeugung von Pilzinfektionen

Warme und feuchte Umgebungen bieten ideale Bedingungen für die Vermehrung von Pilzen und Bakterien. Besonders die Zehenzwischenräume und die Leistengegend sind sehr anfällig für Pilzinfektionen. Um sich im Sommer vor diesen Infektionen zu schützen, sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Laufen Sie an Pools, an Stränden und in Gemeinschaftsduschen niemals barfuß, sondern tragen Sie immer eigene Badeschuhe. Die falsche Wahl der Hausschuhe oder Sandalen und mangelnde Hygiene bedrohen die Fußgesundheit direkt.
  • Bleiben Sie nach dem Schwimmen nicht lange in nasser Badekleidung sitzen, sondern wechseln Sie unbedingt zu trockener Ersatzkleidung.
  • Bevorzugen Sie Baumwollsocken und atmungsaktive Schuhe, die Ihre Füße den ganzen Tag über belüften.
  • Tragen Sie nicht jeden Tag dieselben Schuhe, sondern lassen Sie diese zur Auslüftung einen Tag lang ruhen.
  • Trocknen Sie die Körperfalten nach dem Baden sehr gründlich ab; sie dürfen nicht feucht bleiben.

Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen im Sommer

Die Diagnose von Hauterkrankungen wird in der Regel durch eine körperliche Untersuchung bei einem Dermatologen gestellt. Ihr Arzt bestimmt die Diagnose anhand der Form und Ausbreitung des Ausschlags sowie Ihrer Krankengeschichte. Bei Verdacht auf eine Pilzinfektion kann ein Hautabstrich für eine mikroskopische Untersuchung entnommen oder ein Allergietest angeordnet werden.

Behandlung von Sonnenbrand

Die Behandlung eines Sonnenbrands richtet sich nach dem Schweregrad der Verbrennung. Bei leichten Verbrennungen beschleunigen kalte Kompressen, beruhigende Gels mit Aloe Vera und eine reichliche Flüssigkeitszufuhr zu Hause die Heilung. Bei Verbrennungen zweiten Grades mit Blasenbildung ist jedoch medizinische Hilfe erforderlich, um das Risiko einer Infektion zu vermeiden. Die Blasen dürfen auf keinen Fall aufgestochen werden; stattdessen sollten vom Arzt verschriebene antibiotische Cremes und Schmerzmittel verwendet werden. Die vollständige Heilung der Haut dauert bei einem Sonnenbrand in der Regel ein bis zwei Wochen; in dieser Zeit sollte die Sonne strikt gemieden werden.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Viele Hautprobleme, die im Sommer auftreten, lassen sich mit einfachen Maßnahmen zu Hause lindern. Einige Symptome können jedoch Vorboten ernsterer Zustände sein, die professionelle medizinische Hilfe erfordern. Falsche Anwendungen oder Behandlungen aufgrund von Hörensagen können zur Ausbreitung von Infektionen oder zu dauerhaften Hautflecken führen.

Wenn Sie eines der folgenden Warnsignale bemerken, sollten Sie unverzüglich eine medizinische Einrichtung aufsuchen:

  • Wenn sich aufgrund eines Sonnenbrands großflächig mit Flüssigkeit gefüllte Blasen am Körper gebildet haben,
  • Wenn Verbrennungen oder Ausschläge von hohem Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und starken Kopfschmerzen begleitet werden,
  • Wenn sich die Hautrötung ausbreitet, die betroffene Stelle heiß wird und ein eitriger Ausfluss auftritt,
  • Wenn nach einer Sonnenallergie oder einem Insektenstich Atemnot sowie Schwellungen im Gesicht und an den Lippen auftreten (in diesem Fall muss sofort der Notruf 112 gewählt werden),
  • Wenn der Juckreiz und die Ausschläge trotz der Anwendung von Feuchtigkeitscremes und Pflegemaßnahmen zu Hause länger als drei Tage anhalten.

Diagnose- und Behandlungsprozess in der BHT CLINIC

In der Abteilung für Dermatologie der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi werden Diagnose und Behandlung aller im Sommer häufig auftretenden Hauterkrankungen von unseren Fachärzten nach aktuellen medizinischen Ansätzen durchgeführt. Unser Krankenhaus bietet ein breites Leistungsspektrum, das von Sonnenbränden über hartnäckige Pilzinfektionen und allergische Reaktionen bis hin zur Behandlung von Hautflecken reicht.

Dank unserer fortschrittlichen Laborinfrastruktur liegen die Ergebnisse von notwendigen Allergietests, Pilzkulturen und Biopsien schnell vor. In Notfällen, die ein sofortiges Eingreifen erfordern, wie schwere Sonnenbrände oder ein akuter allergischer Schock, bietet unsere rund um die Uhr (24/7) geöffnete Notaufnahme lückenlose medizinische Versorgung. Um Ihre Hautgesundheit zu schützen und einen zuverlässigen Behandlungsplan zu erstellen, können Sie einen Termin vereinbaren und mit unseren Fachärzten sprechen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was hilft bei Sonnenbrand?

Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei Sonnenbrand ist es ratsam, die Haut mit kühlem Wasser zu kühlen und lauwarm zu duschen. Anschließend sollten beruhigende medizinische Lotionen mit Aloe Vera oder Panthenol aufgetragen und viel Wasser getrunken werden, um den Flüssigkeitsverlust des Körpers auszugleichen. Hausmittel wie Joghurt, Zahnpasta oder Olivenöl dürfen auf keinen Fall auf die Haut aufgetragen werden, da sie zu Infektionen führen können.

Wie sollte die Hautpflege nach dem Schwimmen im Meer aussehen?

Der erste Schritt nach dem Verlassen des Meeres ist eine Dusche mit sauberem Süßwasser, um die Haut von Salz und Sand zu befreien. Unmittelbar nach dem Duschen, solange die Haut noch leicht feucht ist, können Sie eine wasserbasierte, auf Ihren Hauttyp abgestimmte Feuchtigkeitscreme verwenden, um das Austrocknen und Schuppen der Haut zu verhindern.

Wie lange dauert es, bis Hitzepickel verschwinden?

Hitzepickel verschwinden in der Regel von selbst innerhalb von 2 bis 3 Tagen, wenn man sich in eine kühlere Umgebung begibt, enge Kleidung auszieht und lauwarm duscht. Wenn der Juckreiz jedoch sehr stark ist und die Bläschen entzündet sind, können von Ihrem Arzt empfohlene medizinische Cremes den Heilungsprozess beschleunigen.

Wie oft sollte Sonnencreme im Sommer neu aufgetragen werden?

Die Wirkung von Sonnenschutzmitteln lässt durch Faktoren wie Schwitzen, Schwimmen und Abtrocknen mit dem Handtuch nach. Daher sollte die Sonnencreme bei Aufenthalt im Freien alle 2 Stunden erneuert werden – nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen sogar sofort.

Zu welchem Arzt sollte man wegen Sonnenflecken gehen?

Für eine korrekte Diagnose und sichere Behandlung von Sonnenflecken sollten Sie einen Facharzt für Dermatologie aufsuchen. Ihr Arzt wird die Tiefe des Flecks untersuchen und die am besten geeignete Behandlungsmethode wie Laser, chemisches Peeling oder medizinische Cremes festlegen.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken; wenden Sie sich für eine Diagnose und Behandlung unbedingt an Ihren Arzt.

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihre Beschwerden anhalten

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.

Termin vereinbaren
TeilenfXwain
Hauterkrankungen im Sommer | BHT CLINIC