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Führt falsches Schuhwerk zu rissigen Fersen? Fußpflege im Sommer

BHT CLINIC7. Juli 20266 Min. Lesezeit
Führt falsches Schuhwerk zu rissigen Fersen? Fußpflege im Sommer

Die Wahl der falschen Sommerschuhe führt dazu, dass sich das Fettgewebe im Fersenbereich zur Seite ausdehnt, die Haut dehnt und letztendlich zu Fersenrissen (Schrunden) führt. Auch wenn es befreiend erscheint, im Sommer geschlossene Schuhe gegen luftige Sandalen einzutauschen, können ungestützte Sohlen eine ernsthafte Bedrohung für Ihre Fußgesundheit darstellen. Mit den richtigen Schritten bei der Fußpflege im Sommer lassen sich sowohl ästhetische als auch medizinische Probleme am effektivsten vermeiden.

Kurz zusammenfasst:

  • Hinten offene Schuhe mit flacher Sohle sind die häufigste mechanische Ursache für rissige Fersen.
  • Fußhaut, die ständig der Luft ausgesetzt ist, trocknet schnell aus, verliert an Elastizität und verdickt sich.
  • Bei Diabetikern birgt ein einfacher Fersenriss das Risiko, sich zu einer schweren Infektion zu entwickeln.
  • Bei der Behandlung stehen harnstoff- und milchsäurehaltige Intensivcremes sowie die medizinische Fußpflege im Vordergrund.
  • Barfußlaufen in öffentlichen Nassbereichen erhöht im Sommer das Risiko für Fußpilz.

Was sind rissige Fersen und wie entstehen sie?

Unsere Fußsohle verfügt über ein spezielles Fettpolster, das unser Körpergewicht trägt und die beim Gehen entstehenden Stöße abdämpft. Wenn Sie auftreten, neigt dieses Fettgewebe von Natur aus dazu, sich zu den Seiten hin auszudehnen. Geschlossene Schuhe mit einer stützenden Fersenpartie halten dieses Gewebe zusammen und verhindern eine Überdehnung der Haut. Tragen Sie jedoch hinten offene, ungestützte Pantoletten oder Flip-Flops, breitet sich das Fersengewebe ungehindert zu den Seiten aus.

Wenn Ihre Fußhaut nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt und geschmeidig ist, führt diese ständige seitliche Dehnung zu mikroskopisch kleinen Rissen in der Haut. Diese Risse, die anfangs nur als feine Linien sichtbar sind, vertiefen sich mit der Zeit und werden zu Fersenrissen, die in der medizinischen Fachsprache als Fissuren oder Schrunden bezeichnet werden. Dieser Zustand, der besonders in den Sommermonaten sehr häufig auftritt, ist nicht nur ein ästhetischer Makel, sondern auch eine offene Tür für Mikroorganismen, die in den Körper eindringen können.

Ursachen und Risikofaktoren für rissige Fersen

Viele Menschen suchen die Antwort auf die Frage, warum rissige Fersen entstehen, ausschließlich bei trockener Haut; dabei spielen physische und umweltbedingte Faktoren eine viel größere Rolle. Die Hauptursache, das falsche Schuhwerk, stört die Biomechanik des Gehens und führt zu einer unausgewogenen Belastung der Ferse. Mit jedem Schritt zwingt das Aufschlagen der Schuhsohle auf die Ferse die Haut dazu, sich zu schützen, was zu einer übermäßigen Verdickung (Hyperkeratose) in diesem Bereich führt.

Da die Füße im Sommer ständig unbedeckt sind, verdunstet die natürliche Feuchtigkeit der Haut schnell. Der heiße Sand an den Stränden der türkischen Küsten, Meerwasser und chlorhaltiges Poolwasser schwächen die Schutzbarriere der Haut zusätzlich und beschleunigen das Austrocknen. Darüber hinaus ist Übergewicht ein wichtiger Risikofaktor, da es den Druck auf die Ferse erhöht und so die Rissbildung begünstigt. Menschen, die den ganzen Tag auf harten Böden arbeiten, an Schilddrüsenproblemen leiden, sowie ältere Menschen, deren Haut altersbedingt an Elastizität verliert, gehören ebenfalls zur Hochrisikogruppe.

Symptome für rissige Fersen und eine nachlassende Fußgesundheit

Wenn sich die Fußgesundheit zu verschlechtern beginnt, zeigt der Körper dies durch allmähliche Symptome. Im Frühstadium machen sich ein leichter Juckreiz um die Ferse herum, ein Spannungsgefühl und Schuppenbildung bemerkbar. In diesem Stadium nimmt die Haut eine gelbliche oder weiße Farbe an und beginnt sich zu verdicken. Werden diese Anzeichen ignoriert, entstehen sichtbare oberflächliche Risse in der verdickten Haut.

In fortgeschrittenen Stadien reichen die Risse bis in die tieferen Hautschichten, die sogenannte Lederhaut (Dermis). An diesem Punkt spürt man beim Gehen starke Schmerzen, besonders bei den ersten Schritten am Morgen. Blutende Risse, Rötungen, Überwärmung und pochende Schmerzen in der Region sind ernste Anzeichen dafür, dass eine Infektion begonnen hat. Solche fortgeschrittenen Symptome weisen auf ein Krankheitsbild hin, das über die häusliche Pflege hinausgeht und einen medizinischen Eingriff erfordert.

Weitere Bedrohungen für die Fußgesundheit im Sommer und Diagnose

Der Sommer bietet nicht nur ideale Bedingungen für rissige Fersen, sondern auch für Fußpilz (Tinea pedis). Heißes Wetter, schwitzende Füße und nasse Böden wie Poolränder oder Gemeinschaftsduschen lassen Pilzsporen schnell wachsen. Während sich Fußpilz durch Juckreiz, Abschuppung und unangenehmen Geruch zwischen den Zehen bemerkbar macht, breitet er sich manchmal auch auf den Fersenbereich aus, trocknet die Haut aus und begünstigt Risse. Aus diesem Grund werden Patienten, die mit der Beschwerde von Fersenrissen ins Krankenhaus kommen, immer auf eine zugrunde liegende Pilzinfektion untersucht.

Der Diagnoseprozess im Krankenhaus beginnt in der Regel mit einer körperlichen Untersuchung. Ein Facharzt oder Podologe beurteilt die Tiefe des Risses, Anzeichen einer Infektion und den Grad der Hautverdickung. Falls erforderlich, kann ein kleines Hautgeschabsel entnommen und zur Laboruntersuchung geschickt werden, um den Verdacht auf einen Pilz abzuklären. Eine genaue Diagnose ist ein entscheidender Schritt für den Erfolg der Behandlung.

Was hilft gegen rissige Fersen und welche Behandlungsmethoden gibt es?

Obwohl viele Patienten die Antwort auf die Frage, was gegen rissige Fersen hilft, in Hausmitteln suchen, beruht eine wirksame Behandlung auf der regelmäßigen Anwendung der richtigen medizinischen Produkte. Die beste Methode für zu Hause besteht darin, die Füße 10 bis 15 Minuten in warmem Wasser einzuweichen, um die Haut aufzuweichen, und anschließend intensiv pflegende Cremes mit Urea (Harnstoff), Milchsäure oder Salicylsäure aufzutragen. Wenn Sie nach dem Eincremen Baumwollsocken anziehen und so schlafen gehen, wird die Feuchtigkeit in der Haut eingeschlossen.

Bei der professionellen Behandlung im Krankenhaus kommen Podologen zum Einsatz. Bei der medizinischen Fußpflege wird die verdickte und abgestorbene Hautschicht (Kallus) mithilfe spezieller Fräser und Skalpelle schmerzfrei entfernt. Dieser Vorgang wird Debridement genannt. Wenn das abgestorbene Gewebe entfernt ist, kommt die darunter liegende gesunde Haut zum Vorschein, und die Aufnahme der verwendeten Cremes erreicht ihr Maximum. Der Behandlungsprozess führt in der Regel innerhalb weniger Wochen zu erfolgreichen Ergebnissen, abhängig von der Tiefe des Risses.

Komplikationen: Diabetische Fußpflege und Risikogruppen

Während rissige Fersen für gesunde Menschen oft nur ein schmerzhaftes ästhetisches Problem darstellen, ist die Situation für Diabetiker weitaus gefährlicher. Aufgrund der diabetesbedingten Neuropathie (Nervenschädigung) spüren die Patienten Risse, Schnitte oder Schmerzen in ihren Füßen möglicherweise nicht. Gleichzeitig verzögert eine unzureichende Durchblutung die Heilung einer offenen Wunde. Dieser Zustand wird als diabetisches Fußsyndrom bezeichnet.

Bakterien, die durch die Risse eindringen, können sich schnell ausbreiten und schwere Infektionen verursachen, die bis auf den Knochen reichen können. Aus diesem Grund ist die diabetische Fußpflege von entscheidender Bedeutung. Diabetiker sollten auch im Sommer auf Zehentrenner verzichten und stattdessen nahtlose, weiche und schützende Schuhe wählen. Wenn eine Wunde oder ein tiefer Riss bemerkt wird, sollte ohne Zeitverlust ein auf diabetische Fußwunden spezialisiertes Zentrum aufgesucht werden.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Rissige Fersen und Fußprobleme lassen sich in der Regel mit der richtigen Pflege zu Hause in den Griff bekommen. Einige Symptome deuten jedoch darauf hin, dass Sie professionelle medizinische Hilfe benötigen. Wenn Sie eine der folgenden Situationen erleben, sollten Sie unverzüglich eine Gesundheitseinrichtung aufsuchen:

  • Ihre Fersenrisse bluten oder sondern ein gelb-grünes Sekret (Eiter) ab,
  • Sie bemerken eine deutliche Rötung, Schwellung und Überwärmung bei Berührung um den Riss herum,
  • Sie haben starke, pochende Schmerzen, die das Gehen erschweren,
  • Sie leiden an Diabetes, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) oder einer Erkrankung, die das Immunsystem unterdrückt,
  • Trotz regelmäßiger Anwendung von Feuchtigkeitscremes tritt innerhalb von 2-3 Wochen keine Besserung ein.

Diese Symptome können darauf hindeuten, dass sich eine Infektion ausgebreitet hat oder ein anderes orthopädisches/dermatologisches Problem vorliegt. Bei Bedarf werden auch unsere Spezialisten für Dermatologie oder Orthopädie in den Prozess einbezogen, um einen umfassenden Behandlungsplan zu erstellen. Darüber hinaus kann falsches Schuhwerk nicht nur zu Rissen, sondern auch zu Fersenschmerzen führen; weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Ratgeber über Fersensporn.

Behandlungsablauf und Fußgesundheit in der BHT CLINIC

In unserer Abteilung für Podologie (Fußgesundheit) der BHT CLINIC İstanbul Tema Hastanesi werden die Diagnose und Behandlung von Fuß- und Nagelerkrankungen in Begleitung unserer erfahrenen Podologen unter internationalen Hygienestandards durchgeführt. Wir erstellen individuelle medizinische Pflegepläne für Probleme wie rissige Fersen, Hornhaut, eingewachsene Nägel und insbesondere für die diabetische Fußpflege.

Die von uns durchgeführten medizinischen Fußpflegeverfahren unterscheiden sich grundlegend von der kosmetischen Pediküre und zielen direkt auf die medizinische Heilung und den Erhalt der Fußbiomechanik ab. Bei blutenden Rissen mit hohem Infektionsrisiko oder diabetischen Fußverletzungen stehen Ihnen unsere rund um die Uhr (24/7) geöffnete Notaufnahme und unser spezialisiertes Ärzteteam jederzeit zur Seite. Um Ihre Behandlung zu planen und Ihre Fußgesundheit zu sichern, können Sie unsere Termin-Seite besuchen oder uns über unser Callcenter kontaktieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Cremes helfen bei rissigen Fersen?

Die wirksamsten Cremes zur Behandlung von Fersenrissen sind intensive Feuchtigkeitscremes mit 10 % bis 25 % Urea (Harnstoff), Milchsäure, Salicylsäure oder Glycerin. Diese Inhaltsstoffe peelen die verhärtete, abgestorbene Haut sanft und schließen die Feuchtigkeit bis in die tieferen Hautschichten ein.

Ist die Verwendung eines Bimssteins schädlich?

Ein Bimsstein ist bei richtiger Anwendung nützlich, aber es ist schädlich, ihn täglich und zu hart auf trockener Haut zu reiben. Übermäßige Reibung führt dazu, dass die Haut sich bedroht fühlt und eine noch dickere Hautschicht produziert (Hyperkeratose). Er sollte nur einmal pro Woche sanft auf der beim Baden aufgeweichten Haut angewendet werden.

Wie sollte die Fußpflege im Sommer aussehen?

Im Sommer sollten die Füße täglich mit warmem Wasser und Seife gewaschen und besonders zwischen den Zehen vollständig abgetrocknet werden, um dem Risiko von Fußpilz vorzubeugen. Täglich sollten ureahaltige Feuchtigkeitscremes verwendet werden. Anstelle von sehr flachen, ungestützten Pantoletten sollten orthopädische Sandalen bevorzugt werden, die der Anatomie der Ferse entsprechen.

Verursacht falsches Schuhwerk Fußschmerzen?

Ja, Schuhe mit komplett flacher Sohle und ohne Fersenhalt überdehnen die Faszie an der Fußsohle und können ernsthafte Fuß-, Knie- und sogar Rückenschmerzen verursachen, allen voran die Plantarfasziitis (Fersensporn). Schuhe, die die Biomechanik stören, wirken sich auf das gesamte Skelettsystem aus.

Was tun, wenn ein Fersenriss blutet?

Ein blutender Fersenriss ist zu einer offenen Wunde geworden und anfällig für Infektionen. Sie sollten den Bereich mit sauberem Wasser und Seife waschen, ihn mit einem milden Antiseptikum reinigen, mit steriler Gaze abdecken und ohne Zeitverlust einen Spezialisten aufsuchen.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken; wenden Sie sich für eine Diagnose und Behandlung unbedingt an Ihren Arzt.

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihre Beschwerden anhalten

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Halten Ihre Beschwerden an, vereinbaren Sie bitte einen Termin in der zuständigen Abteilung.

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